Opernhaus, später

Das Festival im bulgarischen Plovdiv findet Anklang

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In Plovdiv hat das Wort «Kultur» viele Gesichter. Die Einwohner sind stolz, in der ältesten Stadt Europas zu leben – erste Spuren reichen sechs Jahrtausende zurück. Orthodoxe Christen, Juden, Muslime und Katholiken lebten lange Zeit meist friedlich zusammen; im 19. Jahrhundert wurde hier der erste bulgarische Literaturverlag gegründet. 2019 war Plovdiv bekanntlich Kulturhauptstadt Europas. Nicht wenig zur erfolgreichen Bewerbung trug damals das hiesige Opernhaus bei, das im Sommer ein bestens erhaltenes römisches Amphitheater bespielt.

Bei den «Opera Open» werden alljährlich die Freiluft-Klassiker serviert – «Nabucco», «Aida» und «Turandot», «Anna Karenina» und «Jesus Christ Superstar», dazu Symphonisches von Beethoven sowie die unvermeidlichen «Carmina Burana». Viele Stars finden seither den Weg zu diesem Festival, darunter José Cura, Stefano Poda, Sonia Yoncheva und Krasimira Stoyanova.

Der Name «Opera Open», im Programmbuch klug und unterhaltsam erläutert von Dragomir Yosifov, dem Leiter des Chors, ist erst so alt wie das aktuelle Leitungsteam des Opernbetriebs: Die dirigentische Doppelspitze mit Dian Tchobanov und Luciano di Martino sowie Intendantin Nina Naydenova übernahmen ...

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Opernwelt 2023
Rubrik: Magazin, Seite 89
von Stephan Knies

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