Opera Americana
Als Team haben sie längst Operngeschichte geschrieben: Ähnlich wie beim Gespann Strauss/Hofmannsthal scheint auch zwischen Peter Sellars und John Adams jene Alchemie zu existieren, die die Grenzen zwischen Libretto und Komposition aufhebt und jedes Werk zum Produkt eines gemeinsamen schöpferischen Prozesses macht. Weder wären Sellars’ Texte ohne die Vorstellung von Adams’ Musiksprache denkbar, noch hätte sich diese vermutlich ohne den weltanschaulichen Nährboden ihrer Libretti so entwickeln können.
Und ähnlich wie bei Strauss/ Hofmannsthal beruht auch die Symbiose Adams/Sellars nicht bloß auf Sympathie, sondern auf gemeinsamen Grundüberzeugungen über den Sinn von Musiktheater, so verschieden die konkreten Ausprägungen auch sein mögen. Die beiden jüngsten Produkte aus der Werkstatt des US-amerikanischen Opernteams zeigen das besonders deutlich, gerade weil sie auf den ersten Blick kaum etwas miteinander zu tun zu haben scheinen.
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