Neues und Altes

Was Jürgen Flimm, Dominique Meyer, Ulrike Hessler und Gerard Mortier vorhaben

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Klappern gehört zum Handwerk. Es reicht nicht, Gutes und Schönes zu tun. Man muss auch darüber sprechen. Und dafür sorgen, dass darüber gesprochen wird. In Zeiten knapper Kassen und schiefer Haushaltslagen gilt diese Erkenntnis mehr denn je. Schon ein flüchtiger Blick auf die neuen Jahresbroschüren der Häuser bestätigt die Bedeu-
tung, die dem Marketing zugemessen wird: Ohne hippes Design kein künstlerisches Sein. Alles zielt auf die corporate identity, oft steckt der programmatische Esprit vor allem in der peppigen Etikette.



Ein Altmeister der Kunst, die Kunst des (Musik-)Theaters mit flotten Sprüchen zu verkaufen, ist Jürgen Flimm. Auf seine alten Tage will der aus Salzburgs Festspielzentrale in die Intendanz der Berliner Staatsoper wechselnde Rheinländer offenbar noch mal allen zeigen, was eine Harke ist. Bei der Vorstellung der Spielzeit 2010/11 im noch voll eingerüsteten Ausweichquartier Schiller Theater suchte sich Flimm einmal mehr als everybody’s darling zu situieren – natürlich im Dienst an das neue Haus, das für mindestens drei Jahre auf seinen sanierungsbedürftigen Stammplatz Unter den Linden verzichten muss. Neun große und acht kleine (für die Werkstattbühne geplante) ...

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Opernwelt Mai 2010
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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