'n kleenes Stückchen Glück
Mit diesem Stück fing alles an: «My Fair Lady» war der erste echte Musical-Erfolg in Deutschland. Eine Kulturnation, die traditionell zwischen der «ernsten», also der wertvollen, und der «unterhaltsamen», also zweitklassigen, Kunst unterscheidet, musste fast zwangsläufig mit dem aus Übersee importierten Genre fremdeln. Doch Frederick Loewes Stück spielt in Großbritannien, beruft sich auf eine Vorlage von George Bernard Shaw bzw.
Ovid («Pygmalion») und kann sogar als theatralische Paraphrase von Ludwig Wittgensteins Diktum «Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt» gelesen werden – jede Menge Türöffner.
Dass die deutschsprachige Premiere im Oktober 1961 am Berliner Theater des Westens bei Publikum wie Kritik einhelligen Jubel auslöste, war auch ein Verdienst von Robert Gilbert: In seiner kongenialen Übersetzung dichtete er nicht nur Alan Jay Lerners Gesangstexte wunderbar wortwitzig nach, sondern hatte auch die zündende Idee, die Londoner Gossensprache ins Berlinerische zu übertragen.
1963 folgten Produktionen in Wien und München, 1973 bekannte sich mit Frankfurt erstmals ein reines Opernhaus zur «Lady». Heute gehört das Stück zum Kernrepertoire aller Stadttheater – ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2016
Rubrik: Im Focus, Seite 20
von Frederik Hanssen, Gerhart Asche & Claus Ambrosius
Herr Bruns, auf Ihrem Facebook-Profil nennen Sie sich «Benjamin Frodo Bruns». Wie kommt denn das?
Ich bin bekennender Science-Fiction- und Fantasy-Fan. Außerdem sah ich im Bayreuther «Kinder-Parsifal» ja wirklich aus wie Frodo aus dem «Herrn der Ringe» – und Andreas Hörl als Titurel wie Gandalf. Ich habe Tolkiens Trilogie so mit 14, 15 Jahren innerhalb von zehn...
Mit Ihrer hochgelobten Lied-CD haben Sie viele überrascht. War das Projekt als Fingerzeig gedacht, nach dem Motto: Hallo, ich kann auch anderes?
Ein bisschen war das so. Als dramatischer Mezzo ist es nicht leicht, mit der kleinen Form Aufmerksamkeit zu erregen, weil man abgestempelt ist. Dabei bin ich eigentlich mit dem Lied groß geworden: Als mein Pianist Markus...
ARD-ALPHA
3.1. – 11.00 Uhr
Die Tonangeber.
Beobachtungen beim 64. Internationalen ARD-Musikwettbewerb.
6.1. – 11.00 Uhr
Mariss Jansons dirigiert
Dvorák: Aus der Neuen Welt. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
6.1. – 20.15 Uhr
Händel: Messiah.
B'Rock – Belgian Baroque Orchestra Ghent, Chor des Bayerischen Rundfunks, Peter Dijkstra. Solisten: Julia Doyle, Lawrence...
