Musikalisch ein Erfolg
Uraufgeführt wurde Gabriela Lena Franks bewundernswertes Werk «El Último Sueño de Frida y Diego» (Der letzte Traum von Frida und Diego) 2022. In Lorena Mazas farbenfroher, visuell mitreißender Inszenierung war das Stück in drei kalifornischen Städten und in Chicago zu sehen. Nun durch Deborah Colker die Neuinszenierung an der Met.
Auch wenn Nilo Cruz’ zuweilen verführerisches Libretto tiefer in die Seelen (und die Beziehung) der beiden ikonischen mexikanischen Künstler Frida Kahlo und Diego Rivera hätte eintauchen können, liefert Frank mit ihrer konservativen, zugleich raffinierten und anspielungsreichen Klangsprache eine starke Vertonung. Im Gegensatz zu Daniel Catáns völlig derivativer «Florencia en el Amazonas» sprechen «El Último Sueño» und Osvaldo Golijovs «Ainadamar» stark für die Wiedereinführung des spanischsprachigen Repertoires an der Met. Manchmal wird die Met ja dafür kritisiert, dass sie bereits bestehende Inszenierungen des zeitgenössischen Repertoires verwendet; hier hätte man sich gewünscht, dass sie es wieder getan hätte. Ich habe Deborah Colkers Inszenierung von «Ainadamar» sehr genossen, doch ihre neue Arbeit ist nur sporadisch gelungen.
Der Hausstil der Met ...
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Opernwelt August 2026
Rubrik: Panorama, Seite 57
von David Shengold
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