München im Licht
München leuchtete, wie Thomas Mann mit süffisanter Euphorie notierte, oder zumindest: die Münchner Opernwelt, die seit jeher den Glanz liebt und den historischen Reichtum bewirtschaftet. Zwei stattliche Premieren der Bayerischen Staatsoper setzten im Zehn-Tage-Abstand charakteristische Akzente. Wobei insbesondere die Eröffnung der Münchner Opernfestspiele – der zweiten in der Leitungsägide Kent Naganos, bevor der Österreicher Klaus Bachler sein Amt als Bayerischer Staatsintendant antritt – kaum opulenter hätte ausfallen können.
Münchens Opernschauplatz eins: die Rokoko-Schmuckschatulle des Cuvilliés-Theaters. Nach vier Jahren Sanierung war sie wieder gebrauchsfertig und wurde mit einem bajuwarisch-pompösen Staatsakt gefeiert. Natürlich stand jenes Stück auf dem Programm, das Wolfgang Amadé Mozart 1781 für das Haus komponiert hatte: der «Idomeneo». Des Genius Opera seria der großen Affekte, sein leidenschaftlichstes Sturm-und-Drang-Geschöpf, niedergekommen im kleinteilig ziselierten, mit Putten und Karyatiden ausgezierten Opernhaus für knapp fünfhundert Zuschauer – dabei spürt man heute einen gewissen Widerspruch. Und so klang der Mozart des Bayerischen Staatsorchesters unter Kent ...
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Einfach war das für mich nicht. Schließlich ging ich in dieser Szene völlig nackt zur Seitenbühne ab, wo immer eine Menge Leute standen und glotzten. Aber in der Situation war es einfach...
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