Müllers Bruder im Geiste
Es beginnt mit der Aufforderung zum positive thinking, «Music for a while shall all your cares beguile»: Bekümmernisse vergessen und sich der Musik an den Hals werfen. Hat der Hörer dies getan, kann er, wenn er mag, die Geschichte einer Liebe erfahren, die ersten Wallungen, das Mit- und Gegeneinander von Freude und Zweifel, schließlich das triste Auseinandergehen.
Dabei erlebt der fiktive Erzähler das Wesen der Geliebten als zwischen «clear and cloudy» changierend und muss am Ende feststellen, dass das Mädchen ihn vermutlich nie wirklich geliebt hat – worauf er seine Trauer Gott übergibt. Von ferne erinnert dies auch an Schuberts Müllersburschen.
Auf seiner ersten Solo-CD erzählt der international gefragte Countertenor Benno Schachtner diese Story mit Hilfe von Barden der elisabethanischen bis (post)jakobinischen Epoche. Henry Purcell bildet das Alpha und Omega dieses Recitals, hinzu kommen Kompositionen von John Dowland, Tobias Hume, John Blow, William Croft und Robert Johnson. Im Internet, auf YouTube, ist der 33-Jährige aus dem bayerischen Illertissen bei der Aufnahme im Bibliothekssaal des Klosters Roggenburg zu erleben. Schachtner setzt die Arien mit seinem ganzen Körper in ...
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Opernwelt April 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 27
von Gerhard Persché
Ägypten
Kairo
Cairo Opera
Tel. +20-2-736 73 14
info@cairoopera.org
www.cairoopera.org
– Turandot: 17., 18., 19., 20.
Albanien
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National Theatre of Opera and Ballet
Tel: +355 4 222 4753
biletaria.tkob@tkob.gov.al
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– Die Fledermaus: 1., 2.
Argentinien
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Teatro Colón
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www.teatrocolon.org.ar
– Scarlatti, Il trionfo dell’onore:...
Als er Musikdirektor der Kent Opera war, damals Ende der 1980er-Jahre, passierte es: Der Eiserne Vorhang klemmte. Volles Haus, gespannte Gesichter, aber das Ding war einfach nicht zu bewegen. Was tun? Iván Fischer entschied sich, das singende Personal auf dem schmalen Streifen vor der Sperre agieren zu lassen. Und war mit dem Ergebnis hochzufrieden. Es sei einer...
Paris, 1833: Die Inszenierung von Aubers Oper «Gustave III ou Le bal masqué» hatte es dem schwedischen Botschafter ganz besonders angetan. Das Bühnenbild des letzten Akts, der Bühnenraum des Opernhauses in Stockholm, schien ihm so täuschend echt, dass er sich für einen Moment in der Heimat wähnte. 185 Jahre später scheinen uns solche Reaktionen reichlich naiv. Die...
