Mozart: Don Giovanni

Regensburg

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Don Giovanni weigert sich zu bereuen. Das treibt ihn in den Untergang. Normalerweise. Nicht so in Regensburg, wo Angela Brandt ihn als alle Grenzen überschreitenden Libertin vorstellt. Viel von seiner erotischen Ausstrahlung bleibt ­dabei auf der Strecke. Eine Bestrafung würde hier ins Leere zielen; sie findet ­daher nicht statt. Beim Schlusssextett winkt Don Giovanni aus der Proszeniumsloge huldvoll ins Publikum: ein unsterblicher Mythos.

Die Jagd auf den Übeltäter und sein Untergang bleiben so der Musik überlassen: Das Philharmonische Orches­ter musizierte spannungs­geladen vom ers­ten bis zum letzten Ton unter der vo­rantreibenden Leitung von Raoul Grüneis, der auch vom Cembalo aus die Rezitative dramatisch durchgestaltete. Der stimmlich wie darstellerisch präsente Chor rundete den äußerst positiven musikalischen Eindruck des Abends ab.
Harald B. Thor hat auf der Drehbühne Räume geschaffen, die, von Hubert ­Goertz fantasievoll ausgeleuchtet, trotz kühler Abstraktion für jede Szene die entsprechende Atmosphäre schaffen konnten. Ein roter Außenring, der die schwarze Szenerie des inneren Kreises ummantelte, trug wesentlich zur szenischen Spannung bei. Die Kostüme von Tanja Hofmann ...

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Opernwelt April 2006
Rubrik: Kurz berichtet, Seite 55
von Gerhard Heldt

Vergriffen
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