Mitte des Ausdrucks

Mauro Peter singt Schumann

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Den Goethe-Liedern von Schubert (August 2015) lässt der Tenor Mauro Peter knapp ein Jahr später ein veritables Schumann-Album folgen. Zwar gibt auf dem Cover der bedeutende Heine-Zyklus «Dichterliebe» op. 48 den Ton an, doch bilden die folgenden ausgewählten Gesänge (neben den Fünf Liedern op. 40 weitere zehn Heine-Vertonungen) mehr als bloß Beiwerk.

Und dies nicht nur aus Gründen des Repertoires, sondern auch mit Blick auf die stimmlich umsetzbaren Ausdruckscharaktere, die die Veröffentlichung zu einem weiteren Baustein dieser noch jungen Sängerkarriere machen – insbesondere in der Ballade über den biblischen Belsazar.

Und doch ist es so, dass im Lied-Fach wie in kaum einer anderen Gattung eine gewisse, nicht nach Jahren zu zählende innere Reife notwendig ist, um bestehen zu können. Dies gilt zumal für die großen erzählenden Zyklen, denen bei aller Romantik auch ein wenig «Sturm und Drang» innewohnt: Interpretiert man sie zu abgeklärt, verlieren sie ihr inneres Glühen. Nimmt man sie jedoch allzu fiebrig, geht man allzu sehr in ihnen auf, stellt sich schnell der Eindruck des bloß Schwärmerischen ein – gerade bei der «Dichterliebe» mit all ihrem Sehnen und Grollen. Vielleicht ...

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Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 31
von Michael Kube

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