Un grande spettacolo

Die Akademie der Scala bildet junge Hochbegabte heraus

Opernwelt - Logo

Es geht fröhlich zu im ehrwürdigen Teatro alla Scala. Kein Wunder, wo doch zum Ausklang der Spielzeit eine Oper für Kinder auf dem Programm steht: «Ratto dal Serraglio». Es wird gelacht, geschubst und gedrängelt. Die Orchestermusiker werden auf ihrem Weg in den Graben mit brausendem Beifall und zustimmenden Pfiffen begrüßt. Dann verlischt langsam das Licht, hier und da mahnt jemand zur Ruhe.

Und schon die ersten Takte von Mozarts «Entführung aus dem Serail» – gespielt wird eine reduzierte Fassung in italienischer Sprache als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen – verbreiten eine zauberhafte Stimmung in dem mit Grundschülern vollbesetzten Haus.

«Das ist ein tolles Gefühl», sagt Felizia Bade, eine der ersten Geigerinnen. Denn man spüre während der gesamten einstündigen Aufführung «die pure Neugier und Freude der Kinder». Die 24-jährige Musikerin aus dem ostwestfälischen Vlotho lebt nach einem Studium in Lugano seit ein paar Monaten in Mailand und hat an der Akademie einen zweijährigen Meisterkurs für Orchestermitglieder belegt. Das Teatro alla Scala pflegt nicht nur den Nachwuchs im Publikum, sondern seit Jahren und mit großem Erfolg auch den des Theaters ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Henning Klüver

Weitere Beiträge
Leidenschaft aus Verantwortung

Herr Loy, Sie gelten unter den heute wichtigen Regisseuren als der große Diven-Versteher. Niemand hätte gedacht, dass Edita Gruberova so spielen kann wie bei Ihnen. Auch mit Jennifer Larmore sind Sie ganz neue Wege gegangen, ebenso mit Nina Stemme und Marlis Petersen. Und von Agneta Eichenholz hört man eigentlich immer nur, wenn Christof Loy inszeniert. Wie...

Leise rieselt der Tod

Im Anfang ein Bild, erschütternd und versöhnlich zugleich. Zwei Schlafende, womöglich Tote, Manon Lescaut und der Cavaliere Des Grieux. Reglos liegen sie im Bühnensand. Ein Spiegel trennt das verunglückte Paar, doch über dem Glas haben sich ihre Hände in einer letzten, zarten Berührung gefunden. Andrea Breth inszeniert erstmals Puccinis (lange nicht sonderlich...

Alles ist da

Herr Gardiner, von Ihrem Kollegen Nikolaus Harnoncourt stammt der Satz: «Bei ‹historisch informiert› wird mir schlecht!» Wie sehen Sie das?
Ganz ähnlich. Harnoncourt war ein großartiger Mensch und ein großer Pionier. Es gibt für das, was wir tun, keinen Titel, den ich wirklich passend finde. Ich habe mich nie als Spezialisten verstanden. Aber schwerer zu ertragen...