Mit leichter Hand

Wenn Tanz die Oper beflügelt: Verdis «Falstaff» in Wiesbaden, «Un ballo in maschera» in Enschede und Rameaus «Les Paladins» in Düsseldorf

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Es ist nicht neu, dass Choreografen Oper inszenieren, aber es klappt immer besser. Christian Spuck, der bald das Ballett in Zürich übernehmen wird, war selten so locker und präzise wie bei Verdis «Falstaff». Die Palucca-Schülerin Arila Siegert setzt Rameaus Musik ganz direkt in Körpersprache um. Und Monique Wagemakers, die ebenfalls eine Tanzausbildung hat, lässt Königin Beatrix in Verdis «Ballo» vorbeischauen. Drei Schlaglichter aus gegebenem Anlass.

 

Der Anfang vom Ende: Erst als Falstaff ein Zeichen gibt, erwacht die Szene zum Leben, erklingt Verdis Musik.

Zuvor drängen sich die Menschen auf der eingedunkelten Bühne, bis sie sich in einem tableau vivant gefunden haben. Bildkräftig lässt Christian Spuck, Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts, jede Szene der commedia lirica von Giuseppe Verdi beginnen – und der Hesse tut das am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, dessen Kundschaft den designierten Ballettdirektor des Zürcher Opernhauses geradezu enthusiastisch feiert. Nach «Bérénice» in Heidelberg und «Orfée et Eurydice» ist der «Falstaff» erst seine dritte Opernregie, doch der junge Mann lässt sich von dem komplexen Alterswerk des Komponisten nicht im Geringsten einschüchtern. ...

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Opernwelt März 2010
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von Hartmut Regitz, Regine Müller

Vergriffen
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