Mit glücklicher Hand

Andrea Marcon hat Vivaldis frühe Oper «Arsilda» aufgenommen – mit einem starken Sängerensemble

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Zu den ambitioniertesten Aufnahmeprojekten der jüngeren Zeit gehört die Gesamteinspielung all jener Werke Antonio Vivaldis, deren Handschriften vor gut hundert Jahren in den Besitz der Biblioteca Nazionale Universitaria in Turin gelangten: Es sind nicht weniger als rund 90 Prozent aller bekannten Autographen des Komponisten. Neben fast 300 Konzerten und zahlreichen kirchenmusikalischen Werken umfasst diese Sammlung, von der wesentliche Impulse für die Wiederentdeckung des Kompo -nisten im 20. Jahrhundert ausgingen, auch den Großteil der überlieferten Opern Vivaldis.

Von denen wurden bereits 19 für die Vivaldi-Edition des Labels Naïve produziert. Fortgesetzt wird die Reihe jetzt mit «Arsilda, regina di Ponto», einer Oper, die 1716/17 zwar mit großem Erfolg in Venedig lief, dann aber von keinem anderen Theater mehr nachgespielt wurde.

Der Librettist Domenico Lalli griff für sein Dramma per musica nicht wie üblich auf bekannte Mythen oder historische Ereignisse zurück, sondern erfand eine eigene Geschichte der Irrungen und Wirrungen rund um Arsilda, die fiktive Königin von Pontus. Tamese, König des benachbarten Reiches Kilikien, will sie heiraten, ist aber seit einiger Zeit ...

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Opernwelt April 2025
Rubrik: Medien, Seite 28
von Thomas Seedorf

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