«Ich lebe nicht für die Oper – ich lebe, um glücklich zu sein»
Frau Zaharia, Ihr Weg zur Oper scheint nicht der geradlinigste gewesen zu sein. Sie haben als Pianistin begonnen und wollten dann Musikwissenschaftlerin werden. Singen war nur die dritte Option?
Und Oper die vierte. Ich habe sechzehn Jahre Klavier gelernt und ein Lehrdiplom erworben, darf also unterrichten – hoffentlich kommt es niemals dazu (lacht) … Das Instrument hat mich nicht wirklich inspiriert, es handelte sich mehr um eine Caprice. Musikwissenschaft erschien mir viel interessanter. Mein Berufsweg war klar vorgezeichnet.
Erst auf der Highschool wechselte ich im letzten Jahr zum Gesang.
Das alles geschah in Arad. Gibt es dort ein Opernhaus?
Nein, aber eine Philharmonie, die wir jede Woche mit der Schule besuchten. Sogar nachdem ich in Cluj-Napoca, also in Klausenburg, das Gesangsstudium aufgenommen hatte, dachte ich, dass ich niemals Oper singen würde. Das konzertante Liedrepertoire, auch mit Orchester, lag mir viel näher, und ich hätte nie gedacht, auf der Bühne gut genug als Schauspielerin sein zu können.
Aber dann verschlug es Sie nach Berlin ...
Ich hatte keinen Agenten, kein Netzwerk, keine echte Perspektive in Rumänien. Dann bekam ich, sozusagen versehentlich, einen ...
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Opernwelt April 2025
Rubrik: Interview, Seite 36
von Volker Tarnow
Zu den auffälligsten Tendenzen der jüngsten Zeit gehört es, dass die Mauern zwischen ganz alter und ganz neuer Musik, zwischen historisch informierter Aufführungspraxis und moderner Interpretation immer häufiger fallen. Der Buchstabe der Überlieferung wird in der Ausführung nicht mehr wörtlich eingefordert, sondern frei übersetzt, ja gänzlich ausgeblendet, wobei...
Ach ja, die Liebe. Schwierige Angelegenheit. Wer mit ihr in Berührung kommt, begibt sich unweigerlich in große Gefahr (und kommt nicht selten darin um), wer ihr ausweicht, hat etwas Wesentliches im Leben außer Acht gelassen. Das wissen wohl auch Margarita und die Mädchen, wenn sie zu Beginn des zweiten Akts von Louise Bertins «Fausto» den Chor «Fuggite amor»...
Zukunftsmusik hat immer eine Beziehung zur Musik der Vergangenheit. Die Volksoper Wien hat eine fortlaufende Reihe an Stücken begonnen, in der Formen des Erzählens im Musiktheater untersucht werden. Ausgangspunkt ist stets die Verschmelzung bereits existierender mit neu komponierter Musik.
Musik ist in dieser Reihe nicht nur Mittel, sondern immer auch Botschaft....
