Magische Bilder

Münster, Wagner: Tannhäuser

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In ihrer Neuinszenierung von Wagners «Tannhäuser» griffen Bühnenbildner Roland Aeschlimann und Regisseur Peter Beat Wyrsch auf das Konzept ihrer «Ring»-Deutung zurück. Aeschlimann hatte den Graben wieder überdeckelt, was nicht nur dem Klang des unter der Leitung von Rainer Mühlbach erstaunlich differenziert und tonschön spielenden Orchesters zugute kam, sondern die Rampe unmittelbar vor die Zuschauer setzte.

Auf der Bühne selbst vollzog sich ein aus Licht und Schleiern gewirktes Spiel der Formen und Farben, das vor allem im ersten und dritten Akt immer wieder Tannhäusers Pilgerfahrt ins Innere der Seele magisch illuminierte. Venus und Elisabeth wurden auf diese Weise zu Personifizierungen von Tannhäusers emotionaler, zwischen Sensualismus und sozialer Anerkennung schwankender Labilität, was die entgegen Wagners ausdrück­lichem Wunsch vorgenommene Besetzung der beiden Frauen durch dieselbe Sängerin zwar verständlich, aber nicht richtiger machte.
Leider hat Wyrsch Aeschlimanns visionäre Bilderwelt in seiner Personenführung kaum aufgenommen und auch die Möglichkeit der Trennung in Proszenium und Hauptbühne, anders als im «Ring», nicht dramaturgisch sinnvoll genutzt. So gingen die ...

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Opernwelt Juli 2006
Rubrik: Panorama, Seite 51
von Uwe Schweikert

Vergriffen
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