Märchenhaft

Wagner: Der fliegende Holländer LANDESBÜHNEN SACHSEN | FELSENBÜHNE RATHEN

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Hoch über dem Tal ragen die baumbewachsenen Sandsteinfelsen der Bastei in den Abendhimmel, unten überwuchert sattgrünes Moos das Gestein, und mittendrin: Theater. Vielleicht treffen nirgendwo in Deutschland Natur und Kunst so nahezu plakativ schön aufeinander wie in der Felsenbühne Rathen.

Angelegt in den 1920er-Jahren und nach dem Zweiten Weltkrieg Ort der populären Karl-May-Festspiele, wurde sie nun von den Landesbühnen Sachsen mit Unterstützung des Freistaats für 18,4 Millionen Euro saniert und mit modernster Technik ausgestattet.

Gefeiert wurde die Wiedereröffnung mit eigenen Festspielen, im Programm fand sich auch eine Oper: «Der fliegender Holländer». Dirigent Ekkehard Klemm entschied sich für die frühe Fassung der Ouvertüre und des Finales. Sein Orchester, die Elbland Philharmonie Sachsen, sitzt seitlich links neben der nach dem Umbau nochmals vergrößerten Bühne hinter einer Glaswand. Was ein bisschen schade ist, denn der Klang wird auf diese Weise arg gestaut. Mit welch wildschäumendem Engagement und welcher Präzision das Orchester spielt, kann man auf diese Weise lediglich ahnen. Beeindruckend hingegen das Bühnenbild von Ralph Zeger: Wie als Kommentar auf die ...

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Opernwelt 11 2022
Rubrik: Panorama, Seite 57
von Udo Badelt

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