Learning by Doing

Salzburger Jugendarbeit: eine «Feenkönigin» mit dem Young Singers Project, der Young Conductors Award und die Operncamps für Kinder

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Der Lärmpegel in der Salzburger Universitätsaula ist hoch. Und er klingt heller als bei einer normalen Premiere. Damit auch die Kleinsten die Bühne sehen, werden Sitzkissen verteilt. Zwei Techniker schrauben noch am Bühnenbild, da legt das Orchester schon mit barocken Tänzen los. Und plötzlich singen die Handwerker mit, der eine nennt sich Franz Flaut, der andere Niklas Zettel. Kennen wir die nicht irgendwoher? Ach ja, Shakespeares «Sommernachtstraum».

Willkommen zur «Feenkönigin» für Kinder! Für die acht Vorstellungen hat Henrik Albrecht ein spritziges Pasticcio mit Motiven aus Purcells «Fairy Queen», «King Arthur» und «Dido» arrangiert. Was Oper ist und wie sie funktioniert, das macht auch Elena Tsavara in ihrer hinreißend fantasievollen Inszenierung sinnlich erfahrbar. Flaut (Oliver Johnston) und Zettel (Unnsteinn Áranson) schütteln Schnee auf die Kulissen, schwenken Wolken, werfen Blitze. Das junge Publikum darf beim Zaubern helfen, am Ende singt sich ein verspätetes Besucherpaar (Mingjie Lei und Albina ­Latipova) aufgeregt durch die Reihen. Zettel verwandelt sich zum «Cold Song» in einen Esel (Ausstattung: Elisabeth Vogetseder), aus dem Lamento «When I am laid in earth» wird ...

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Opernwelt September/Oktober 2016
Rubrik: Im Focus, Seite 16
von Georg Rudiger

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