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Mainz, Weber: Oberon

Zum Spielzeitstart eines neuen Theaterintendanten kommen die Karten auf den Tisch: Wo will er hin, was bringt er mit? Für Matthias Fontheim, der aus Graz kommend das Mainzer Staatstheater aus den Händen von Georges Delnon übernahm, sollte es etwas ­Spartenübergreifendes sein. Carl Maria von Webers «Oberon» wurde als Opern-Regiedebüt von Philip Tiedemann ausgewählt – interessant, wie sich so mancher Schauspielmensch die Oper vorstellt.
Es ist elf Jahre her, dass sich die Oper Frankfurt an Webers «Oberon» gewagt hat.

Martin Mosebach integrierte die wild blühende Musik in ein Puppenspiel und machte so aus der kruden Geschichte eine Tugend: ein Märchenspiel mit Marionetten, von hervorragenden Puppenspielern und exzellenten Sängern gekonnt umgesetzt – und auch nach dem Mainzer Neuversuch wohl maßstäblich zu nennen.
Am Mainzer Staatstheater hält «Oberon» jetzt als Drei-Sparten-Event Einzug – gemäß einer der Leitlinien von Matthias Fontheim, der Ballett, Schauspiel und Oper zusammenrücken will. Dabei sollen sich Regiehandschriften von Spezialisten der jeweils anderen Sparte befruchten – und deswegen steht mit Philip Tiedemann gleich ein hochgeachteter Schauspielregisseur hinter diesem ...

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Opernwelt November 2006
Rubrik: Panorama, Seite 47
von Claus Ambrosius

Vergriffen
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