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Buch des Monats: Wolfgang Rihm erweist sich auch in den Gesprächen mit dem Philosophen Peter Trawny als ein Meister der ausgeklügelten Formulierung

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Über Wolfgang Rihm zu schreiben – das haben die meisten der Publikationen, die sich darin versuchten, eindrücklich bewiesen –, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Einmal des gewaltigen Œuvres wegen, das einer der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart vorgelegt hat (rund 600 Werke umfasst die Liste), aber mehr noch, weil sich Rihm selbst in seinen Schriften seit den 1970er-Jahren als ein ebenso sprachmächtiger wie geistreicher Musikschriftsteller und -wissenschaftler auch in eigener Sache hervorgetan hat.

Der Philosoph Peter Trawny hat das (von ihm selbst als solches erkannte) Wagnis dennoch unternommen. Doch nicht in biografischer Form nähert sich Trawny dem Subjekt seines jahrelangen Interesses, sondern als Besucher in der Karlsruher Gelehrtenrepublik – vorausahnend, dass selbst die gewinnbringende Idee, mit Rihm ein Gespräch zu führen, «in einer Hinsicht ein fatales Unternehmen» sei: «Alles, was man fragen möchte, ja alles, was man sagen kann, hat er schon entweder in einem anderen Gespräch gesagt oder in einem seiner Texte besser ausgeführt.»

Gleichviel: Das Unterfangen gelingt, auf recht ungewöhnliche, sehr persönliche, zum Teil humorvolle, mitunter etwas ins ...

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Opernwelt Januar 2024
Rubrik: CDs, DVDs und Bücher, Seite 31
von Jürgen Otten

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