Klein, aber oho!

Das Frankfurter Format «... à trois» hat sich einen festen Platz in der Opernwelt erobert und seit gut einem Jahr auch eine eigene Spielstätte in der Volksbühne

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Angefangen hat es mit einem Schauspieler und mit «Blaubart». Nein, nicht dem berühmten von Bartók, sondern dem zu Unrecht vernachlässigten aus Offenbachs Feder. Michael Quast hatte ihn für sich selbst und einen Pianisten bearbeitet, und er beeindruckte damit nicht nur Publikum und Presse, sondern auch die Frau, «die alles kann, außer langweilen» – so die «Frankfurter Rundschau» über die klavierspielende Chansonnière Sabine Fischmann – und Rhodri Britton, Pianist und Opern-Vollprofi mit Kapellmeister-Vita u. a. in Dortmund und Mainz.

Beide hatten in Quasts «Blaubart» deutlich mehr von der Handlung verstanden als bei so mancher großen vollszenischen Produktion – und bemerkten erst hinterher, dass das meiste davon nicht real, sondern in der durch die Aufführung angeregten Fantasie stattgefunden hatte. Als Quast Fischmann dann 2006 fragte, ob sie in Salzburg an einem «Don Giovanni» in Dreierbesetzung mitwirken wolle, sagte sie sofort zu. Das Ergebnis war so überzeugend, dass «Don Giovanni à trois» noch im selben Jahr bei den dortigen Festspielen gezeigt wurde. Das Format «… à trois» war geboren und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt.

Was aber macht die künstlerisch ernsthafte, ...

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Opernwelt Mai 2021
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Stephan Knies

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