Ist die Zukunft schon wieder vorbei?
Es wäre müßig, ein weiteres Mal die Querelen um die Oper der Stadt Köln im Detail aufzurollen. Das ist in den letzten Monaten oft geschehen, auch in dieser Zeitschrift (siehe OW 12/2011). Darum hier nur eine kurze Erinnerung. 2009 ist das Kölner Opernhaus baulich marode und künstlerisch bedeutungslos. Der neue Intendant Uwe-Eric Laufenberg soll es wieder auf Spitzenniveau heben. So steht es in seinem Vertrag. Doch die überfällige Sanierung verzögert sich. Ständig wechselnde Planungen in diversen Ausweichspielstätten sind die Folge.
Dennoch hat Laufenberg von Beginn an Erfolg: Mit einem fantasievollen Spielplan und guten, oft sogar exzellenten Aufführungen pariert er die Notlage und hebt die Platzausnutzung auf zuletzt 90 Prozent.
Dabei ist die Oper, wie im Herbst 2011 selbst Kulturdezernent Georg Quander einräumt, unterfinanziert. Zu diesem Zeitpunkt ist im Haushalt der Bühnen bereits eine Deckungslücke in Millionenhöhe entstanden. Die Kölner Politik lastet sie allein der Oper an, obwohl längst klar war, dass die Ursache des Defizits in Strukturproblemen zu suchen ist: Die seit 2002 institutionell getrennten Sparten Schauspiel und Oper haben noch immer keine getrennten Haushalte, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Juni 2012
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Ingo Dorfmüller
Impressum
53. Jahrgang Nr. 6
Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752244
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61 | 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 0
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
www.opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 09.05.2012.
Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht...
Irgendwann war da nur noch die Angst. Wenn René Voßkühler auf die Bühne musste, folgte sie ihm. Wie ein Raubtier, das jeden Moment zum Sprung ansetzen konnte. Diese Panik vor dem Überfall war das Schlimmste. Vor einer Attacke aus dem Hinterhalt. Ein permanenter Alptraum, der ihm die Kehle abschnürte. Über jedem Auftritt stand die unausgesprochene Frage: Was ist,...
Folgt man Vergil, dann stirbt Dido am Ende einsam und verlassen. Doch Francesco Cavalli und sein Librettist Francesco Busenello schenken der karthagischen Königin nicht nur ihr Leben, sondern auch noch einen Gatten. Der schwer verletzte, überraschend von Merkur gerettete König Jarbas überzeugt Dido während ihres (scheiternden) Selbstmordversuchs von einem künftigen...
