Auf hoher Eskalationsstufe

Elisabeth Stöppler spricht über die Faszination Wagner’scher Werke, die Lust am Regieführen und das ständige Scheitern in der Liebe

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Als Jugendliche wollte sie Pianistin werden. Dann entschied sich ELISABETH STÖPPLER für einen Kurswechsel, studierte erst in Rom Schauspiel und danach Musiktheater­regie bei Götz Friedrich und Peter Konwitschny. Seit sechs Jahren ist sie Hausregisseurin am Mainzer Staatstheater, für ihre Inszenierung der «Götterdämmerung» in Chemnitz erhielt sie einen «Faust»-Preis.

Ein Gespräch über die Faszination Wagner’scher Werke, die Lust am Regieführen und das ständige Scheitern in der Liebe

Frau Stöppler, herzlichen Glückwunsch zum «Faust»! War Wagners «Götterdämmerung» in Chemnitz auch für Sie persönlich eine besondere Produktion?
Ja, das war tatsächlich etwas Besonderes, zumal ich vorher noch nie Wagner inszeniert habe. Dabei hatte ich eigentlich immer eine sehr intensive Beziehung zu seinem Werk. Ich bin mit meinen Eltern oft gemeinsam in die Oper gegangen, und obwohl sie keine Wagnerianer sind, habe ich viele seiner Werke früh kennengelernt. Zunächst war ich dem Ganzen wahnsinnig abgeneigt. Ich habe diese Musik kaum ertragen, und dann war Wagner auch noch Hitlers Lieblingskomponist ... Dieses männliche Lamento seiner Hauptprotagonisten, auf Erden niemals Erfüllung finden zu können, ...

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Opernwelt April 2020
Rubrik: Interview, Seite 28
von Silvia Adler

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