Zukunftsmodell

Die Kungliga Operan Stockholm präsentiert unter dem Motto «Short Stories II» drei Kurzopern schwedischer Komponisten

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Ein Einheitsraum, 16 Musiker, drei völlig verschiedene Sujets: Unter dem etwas großzügig formulierten Motto «Wie klingt die Oper von morgen?» legte Schwedens erstes Haus ein Format von 2016 erneut auf und beauftragte drei renommierte schwedische Komponisten mit jeweils einer «Short Story». Katarina Aronsson, Dramaturgin am Haus und Initiatorin des Projekts, betont, dass sich die Arbeiten «hier und jetzt mit uns befassen», also unmittelbar Bezug nehmen auf die heutige Lebenswirklichkeit.

In diesem Sinne wurde in der «Rotundan», der kleinen Spielstätte der Kungliga Operan Stockholm, dem Publikum ein kurzweiliger und aufschlussreicher Abend beschert – mit Börsenhaien, Ehekrach und der Hommage an eine Künstlerin.

Viktor Åslund, als einziger der drei Komponisten kein Opern-Novize, hatte 2016 mit seinem Erstling «Steppenwolf» am Mainfrankentheater Würzburg für einiges Aufsehen gesorgt. Er eröffnet nun den Abend mit «Value Creation». Librettist Hermann Schneider (der auch für «Lachesis» von Marijn Simons an seinem eigenen Haus in Linz das Textbuch schrieb, Premiere ist im September 2020) thematisiert in vier Szenen Hybris und Atem- wie Gedankenlosigkeit der Finanzindustrie sowie ihres ...

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Opernwelt April 2020
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Stephan Knies

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