Intervention des Gegenwärtigen
Festspiele sollen etwas Einmaliges, Außergewöhnliches, Nicht-Alltägliches sein. Ist dies in einer von den Medien beherrschten Zeit überhaupt noch möglich?
In Wien entsteht jedes Jahr ein im Kleid von Festwochen sich darstellendes Konstrukt aus Veranstaltungen – Theater, Oper, Konzert, Performance, Bildende Kunst –, die einem bestimmten Gedanken folgen. Wenn Sie so wollen, springen wir auf einen Zug auf, der hier ohnehin übervoll ist.
Doch auch ohne zwanghaft nach Originalität zu suchen: Es ist immer möglich, Dinge zu erfinden und in einen sinnvollen Spannungszustand zu bringen zu dem, was sonst noch passiert.
Was ist anders als in Salzburg?
In Salzburg, Luzern, Aix oder Glyndebourne findet sich in der Dialektik aus Intimität und zeitlich begrenzter Weltoffenheit ein Publikum zusammen, und es entsteht quasi eine Gemeinschaft. Die Wiener Festwochen sind das Festival einer Metropole mit durchaus unterschiedlichen Publika. Ihre Parameter und die der Salzburger Festspiele unterscheiden sich sehr. Siebzig Prozent der Aufführungen in Wien bilden Events aus anderen Teilen der Welt, die man hier in einen bestimmten Kontext setzt. Eigenproduktionen machen etwa dreißig Prozent aus, bei den ...
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Opernwelt Mai 2014
Rubrik: Magazin, Seite 82
von Gerhard Persché
Impressum
55. Jahrgang, Nr 5
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752267
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 11.04.2014
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Ob die Erkenntnis, alles sei schon mal dagewesen, tatsächlich vom legendären Rabbi Akiba ben Josef stammt, wissen wir nicht. Eher anzunehmen, dass der Dramatiker Karl Gutzkow ihm diesen Spruch in den Mund gelegt hat. Auf jeden Fall erleben wir beim Betrachten der Inszenierung von Verdis «Luisa Miller» aus dem Opernhaus zu Malmö ein solches Déja-vu. Denn das...
Markus Eiche
Residenzverträge an der Wiener Staatsoper und Bayerischen Staatsoper in München, Einladungen aus aller Welt. Doch Oper ist nicht das Einzige, was Markus Eiche (Jahrgang 1969) interessiert. In Bayreuth wird er diesen Sommer im «Tannhäuser» den Wolfram singen.
Sasha Waltz
Halb zog er sie, halb sank sie hin: Richard Wagner und Sasha Waltz – dieses Gespann...
