Ins Licht

Das International Early Music Festival präsentiert in Sankt Petersburg Perlen des Barock in moderner Gestalt

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Als das International Early Music Festival 1998 zum ersten Mal über die Bühne ging, fand es sofort allgemeine Zustimmung und wurde aktiv unterstützt vom British Council, dem Institut Français, dem Goethe-Institut sowie den Botschaften der Niederlande, Finnlands und Italiens. In den Folgejahren widmete sich Festivalchef Andrej Reschetin, ein Geiger, der früher zudem Mitglied in der Rockgruppe Aquarium war, intensiv der Wiederentdeckung russischer Musik des 18. Jahrhunderts.

Unter seiner Ägide erlebten Petersburger Theaterproduktionen vergangener Zeiten eine Renaissance, so etwa Giovanni Paisiellos «I filosofi immaginari», Vicente Martín y Solers «Der traurige Held Kossometowitsch» (auf ein Libretto Katharinas der Großen) oder «Kephalos und Prokris» von Francesco Araja. Und noch bis Ende 2010 besaß der Begriff Early Music in Sankt Petersburg einen geradezu magischen Klang.

Tempi passati. Die Vertreter des British Council wurden aus Russland ausgewiesen, andere Institutionen unterstützen inzwischen vor allem die zeitgenössische Musik. Und sogar die Petersburger Stadtregierung findet keine Finanzmittel, um eine Sache zu fördern, die der Metropole zur Ehre gereicht. Doch Reschetins ...

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Opernwelt Dezember 2021
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Alexej Parin

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