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Jubilare
Er wurde am 10. Januar 1935 auf einer Milchfarm in einem Vorort von Chicago geboren und lernte dank der frühen Förderung durch seine musikalische Mutter schon als Kind Klavier, Geige, Bratsche, Kontrabass, Klarinette und Tuba. Sherrill Milnes studierte u. a. an der Drake University Musikpädagogik und wollte ursprünglich Lehrer werden, bevor er an Gesangswettbewerben teilnahm und schließlich als 25-Jähriger an die Boris Goldovsky Opera Company engagiert wurde, mit der er durch die Vereinigten Staaten tourte.
Sein erster größerer Durchbruch gelang dem Bariton 1964 an der New York City Opera mit der Partie des Valentin in Gounods «Faust». Ein Jahr darauf debütierte er in derselben Rolle an der Metropolitan Opera an der Seite von Montserrat Caballé, die dort ebenfalls ihr Debüt feierte. Nachdem ihn Karl Böhm an der Met als Don Fernando in «Fidelio» und Heerrufer in «Lohengrin» gehört hatte, verhalf ihm der Dirigent 1970 zu seinem Europadebüt in einer «Macbeth»-Produktion an der Wiener Staatsoper. Gastauftritte führten Milnes darüber hinaus an praktisch alle großen Opernhäuser der Welt. Die Juilliard School und das Salzburger Mozarteum sind nur zwei von zahlreichen renommierten ...
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Opernwelt Januar 2015
Rubrik: Service, Seite 52
von Marc Staudacher
Verkannt, versucht, für gut befunden
Üblicherweise streicht Gluck das Lob für die Opernreform im 18. Jahrhundert ein. Dabei war er nicht der Einzige, ja nicht einmal der Erste. Was trug zum Beispiel der Italiener Niccolò Jommelli dazu bei? Sergio Morabito hat im Vorfeld der Stuttgarter Neuproduktion von «Berenike» nachgeforscht.
Vagabunden
Das Staatstheater am...
Cosima Liszt und die Schauspielerin Ellen Franz waren Jugendfreundinnen aus Berliner Tagen, beide Klavierschülerinnen von Hans von Bülow. Zwischen 1859 und 1862 pflegten sie einen Briefwechsel, in englischer Sprache (die Mutter von Ellen Franz stammte aus Middlesex). Nach langjähriger Pause und unter neuen Vorzeichen nahmen sie ihn 1877 wieder auf: Cosima war seit...
Zwei sehr verschiedene Stücke hat man da in Episoden zerlegt und in der Werkstatt der Berliner Staatsoper zu einem Doppelabend verschränkt: Janáceks Liederzyklus «Tagebuch eines Verschollenen» und Poulencs Tragédie lyrique «La Voix humaine». In der kargen, aber enthusiastisch musizierten Klavierfassung (Leitung und Klavier: Günther Albers) geht das erstaunlich gut...
