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Auf dem Spielplan 2012/13 der Vlaamse Opera Antwerpen/Gent stehen Opern und Konzerte, die sämtlich einen Bezug zum Glauben haben – an die Wissenschaft oder an Macht ebenso wie an Gott, an eine Erlösung, an die Liebe, an Gemeinschaft oder an Utopien. So stellt Jan Fabre mit «Tragedy of a Friendship» eine neue Oper vor, die von der schwierigen Freundschaft zwischen Richard Wagner und Friedrich Nietzsche handelt und die Musik Wagners mit der des deutschen Gegenwartskomponisten Moritz Eggert verbindet.
Eröffnet wird die Spielzeit mit Berlioz’ «La Damnation de Faust». Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Chefdirigent Dmitri Jurowski, den Faust singt der Tenor Michael Spyres. Regisseur David Hermann erarbeitet eine moderne Version von Mozarts «Zauberflöte», bei der Tomás Netopil ein junges Sänger-Team leitet. Gleichzeitig mit der Aufführung der «Zauberflöte» bringt die Vlaamse Opera mit dem Muziektheater Transparant eine Kinderproduktion heraus, die aus dem berühmten Mozart-Material die neue Vorstellung «De Koningin van de Nacht» für Kinder ab 7 Jahren destilliert. Regisseurin Mariame Clément und ihre Ausstatterin Julia Hansen stellen eine Neuproduktion von Händels ...
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Opernwelt Juni 2012
Rubrik: Service, Seite 58
von Marc Staudacher
Eigentlich sollte sie schon im Auto nach Mailand sitzen. Am Opernstudio der Scala warteten bereits die nächsten Schützlinge. Junge Sängerinnen und Sänger, die sich nach dem Studium und ersten Schritten in die Berufspraxis von ihr den letzten Schliff für die Karriere erhoffen. Aber auf einen Sprung schaut Mirella Freni dann doch noch in ihrer eigenen Gesangsakademie...
Gleich zu Beginn glitzern Silber-Pennies bei den quicken Streichern: Das reiche Erbe des alten Admirals Morosus liegt in Chemnitz tatsächlich «im Keller», nämlich im Orchestergraben. Was Generalmusikdirektor Frank Beermann der Robert-Schumann-Philharmonie während der vorletzten Premiere der Spielzeit an verschmitztem Spielwitz entlockte, brachte das Publikum zum...
Es soll Zeiten gegeben haben, in denen sich Regisseure lieber einen Finger abgetrennt hätten, als im «Lohengrin» auf der Bühne einen Schwan zu zeigen. Konnte dieser doch als Sinnbild für naturalistischen Bühnenballast und unzählige Anekdoten herhalten. In den beiden aktuellen Produktionen am Rhein herrscht kein Schwanenmangel: In Koblenz lässt Videokünstler Georg...
