In den Dunkelgründen der Nacht
Zur Signatur des Ende dieser Spielzeit scheidenden Dramaturgen-Intendanten Peter de Caluwe gehören die Pasticcios, lässig alle Werkgrenzen überschreitenden Mash Ups, die gängiges Repertoire als Material verstehen, das auf dem Weg der Dekonstruktion neu ausgeleuchtet wird. Mit einer «Trilogia Mozart Da Ponte» begann es vor fünf Jahren, es folgten der Donizetti-Doppelabend «Bastarda» und zuletzt «Rivoluzione e Nostalgia», eine zumindest musikalisch frappierende Entdeckung von Verdis selten gespielten frühen Opern.
Mit Monteverdis Triple soll es nun enden, ausdrücklich als Pendant zum gerade abgeschlossenen Brüsseler «Ring». Der Dramaturg denkt in Zyklen und Zusammenhängen, die großen Menschheitsfragen fest im Blick, und natürlich das Genre selbst im Spiegel seiner wirksamsten Revolutionäre.
Man könne es natürlich ebensogut wie eine Netflix-Saga anschauen, meint Rafael R. Villalobos, Regisseur, De- und Rekonstrukteur des Diptychons, der aus «L’Orfeo», «Il ritorno d’Ulisse in patria» und «L’ incoronazione di Poppea» ein «neues Drama» konzipiert hat. Es heißt «I Grotteschi», inspiriert von den Wandmalereien in Neros römischem Domus Aurea: kühn zusammengesetzte Mischwesen. Das passt zu ...
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Opernwelt Juni 2025
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Holger Noltze
Eigentlich passt das Theater Krefeld und Mönchengladbach gar nicht so richtig in die Reihe «Opernwelt auf Landpartie». Weder sind Krefeld und Mönchengladbach kleine Städte, noch liegen sie fernab der Metropolen. Zum Theater Krefeld kann man von der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Allee, dem Hauptsitz der Deutschen Oper am Rhein, sogar mit der Tramlinie U76 fahren, die...
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JUBILARE
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