In Bestform

Esa-Pekka Salonen, Patrice Chéreau und Evelyn Herlitzius liefern mit «Elektra» das Glanzstück des Festivals in Aix-en-Provence. Aufhorchen lässt es aber auch mit Cavalli, Mendonça und Verdi. In Marseille debütiert Roberto Alagna als Aeneas in «Les Troyens»

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Achtzehn Koproduzenten weisen die fünf Premieren des Festivals in Aix-en-Provence diesen Sommer auf. Da schwant einem nichts Gutes. Das nach Salzburg und Bayreuth bedeutendste Opernfest in Europa als routinierte Probebühne für das, was in der folgenden Saison über die gesammelten Musiktheater-Bühnen tingelt? Oper – auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht? So sieht man im Midi denn auch in mancher Saison eher glatte, allseits verwendbare Produktionen, die wenig Mut zeigen, die vor allem aufs Funktionieren und Gefallen aus sind. Und die nichts speziell Südfranzösisches mehr haben.

Dabei war das einmal die Marke dieses Mozart-Mekkas unterm Sternenhimmel. Tempi passati, seit Stéphane Lissner das müde gewordene Festival von Aix Ende der Neunzigerjahre übernahm und effektiv modernisierte.

Natürlich muss auch sein Nachfolger an dem einmal eingeschlagenen Weg festhalten, zumal es seit dem enttäuschenden Rattle-«Ring» mit den Berliner Philharmonikern auch das große, hässliche Grand Théâtre de Provence zu bespielen gilt. Ohne Koproduktionsgelder wäre das Budget nicht zu halten – und das künstlerische Niveau auch nicht, das man natürlich auf keinen Fall absenken will. Aber Bernard ...

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Opernwelt September/Oktober 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 22
von Manuel Brug

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