Im Würgegriff
Das Theater Hagen hat auch in der nächsten Saison einen Spielplan. Nach dem kulturpolitischen Chaos der vergangenen Jahre ist das eine gute Nachricht. Es gibt weiterhin ein kleines Opern- und Ballettensemble, Verdis «Aida» wird zwar nur konzertant gespielt, dafür präsentiert das Haus mit Jony Talbots Einakter «Everest» sogar eine europäische Erstaufführung. Allerdings greifen die von der überschuldeten Stadt unerbittlich geforderten Kürzungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro erst zur Saisonmitte, also ab dem Kalenderjahr 2018.
Ein bisschen bewegt hat sich die Stadt, interne Leistungen werden nun anders verrechnet, Überschüsse der zu Ende gegangenen Saison fließen in die Kalkulation mit ein. Doch wenn diese Zusatzeinnahmen nach dem Intendantenwechsel ausbleiben sollten, kann es schnell wieder an die Existenz gehen. Immerhin ist nach viel peinlichem Palaver ein neuer Chef gefunden worden. Francis Hüsers – bis 2015 Operndirektor und stellvertretender Intendant der Hamburgischen Staatsoper – soll es reißen. Den neuen Spielplan stellte allerdings noch das alte Team auf, weil es sonst zu eng geworden wäre für den Verkauf der Abonnements.
Norbert Hilchenbach hat das Theater Hagen zehn Jahre ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt September/Oktober 2017
Rubrik: Magazin, Seite 112
von Stefan Keim
58. Jahrgang, Nr 9/10
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752304
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
redaktion@opernwelt.de
www.der-theaterverlag.de/opernwelt
Redaktion
Jürgen Otten, Albrecht Thiemann (V. i. S. d. P.)
Redaktionsbüro
Andrea...
In diesem Jahr hätte der berühmte Gesangslehrer Rodolfo Celletti, einer der geistigen Väter von Martina Franca, seinen hundertsten Geburtstag gefeiert: Deshalb war die 43. Runde des Festivals im sonnigen Apulien seinem Andenken gewidmet – der nach Celletti benannte Preis ging an den mexikanischen Tenor Ramón Vargas. Zwar nahm sich das Programm in den letzten Jahren...
Fotografie bedeutet für Bernd Uhlig vor allem: Kampf mit dem Rechteck. «Das ist die Form, mit der ich seit Urzeiten arbeite und die ich ständig neu auszureizen versuche», sagt er. Das ist eine unendliche Geschichte: alle Spielräume zu nutzen, die Begrenzung zu sprengen – ich glaube, wenn mir dazu nichts mehr einfällt, ist es vorbei.» Bernd Uhlig, geboren 1951 in...
