Im Husch da, im Husch vorüber
Ein «Welttheater der Liebe» hat Walter Felsenstein «Le nozze di Figaro» einmal genannt. Nur vergaß der renommierte Regisseur, einer der Pioniere des Regietheaters im deutschsprachigen Raum, zu erläutern, wie genau diese «Liebe» konfiguriert sein könnte – ob es sich dabei um eine solche handle, die in jeder Minute eine (erotische) Entscheidung sei, ob sie das allumfassend Spirituelle meine – oder ob sie sich, als Agape oder Philia, dem Empathischen verschrieben habe. In der Münchner Inszenierung von Evgeny Titov ist die Liebe erst einmal in den Keller gekommen.
Die Bühne von Ausstatterin Annemarie Woods zeigt einen rostigen, von einer hochaufragenden Rückwand und schwergängigen Eisentüren (die verschlossen zu sein scheinen, sich aber dann doch wie von Wunderhand ganz leicht öffnen lassen) begrenzten Raum. Das Interieur spärlich: ein schmutziges Waschbecken, das man lieber nicht benutzen möchte, und ein riesiger (elektrischer) Zauberstuhl; man ahnt schon, wer am Ende darauf Platz nehmen wird. Doch ist dies kein gewöhnliches Sitzmöbel, sondern ein wahres Folterinstrument, mit roten Schalthebeln an den Seiten und allerlei seltsamen Vorrichtungen, deren Wirkkraft wohl nur S&M-Experten ...
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Opernwelt Dezember 2023
Rubrik: Panorama, Seite 35
von Jürgen Otten
Seit dieser Spielzeit ist die aus Los Angeles stammende Sängerin und Opernmanagerin Rebekah Rota Intendantin der Oper Wuppertal. Mit ihrer ersten Saison will sie programmatisch ein breites Publikum ansprechen: Es gibt Unterhaltsames wie das Musical «Cinderella» von Rodgers & Hammerstein oder Otto Nicolais «Lustige Weiber von Windsor», Barockes wie Händels «Alcina»,...
arte
03.12. – 05.05 Uhr
Geistliche Polyphonien
Das Ensemble Les Cris de Paris und Geoffroy Jourdain bieten in einem Konzert in der Kirche Saint-Jacques in Reims Psalme und Motetten von Heinrich Schütz dar. Eine Aufnahme ist bei harmonia mundi erhältlich.
03.12. – 16.10 Uhr
Maria Callas forever
Zum 100. Geburtstag widmet Arte der «Primadonna assoluta» einen...
Panta rhei. Alles fließt. Weniger das Wasser, das sieht man hier nicht. Aber Paare und Passanten strömen dahin, mit all ihren flüchtigen Gedanken, Empfindungen, Wünschen, Sehnsüchten. Ein bestimmtes Ziel scheint keiner von ihnen zu haben, aber immerhin: Sie sind in Bewegung, weil Stillstand das Schlimmste wäre auf der Suche nach dem, was mit einem so großen Wort...
