Im Ersatzteillager

Verdi: Rigoletto am Theater Freiburg

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Zu den ersten c-Moll-Drohgebärden im Orchestervorspiel kommt eine bitter schluchzende Arlecchino-Figur auf die Bühne. Rigoletto? Nein. Monterone ist’s, der den Hofnarren und seinen Herzog ob ihrer Verbrechen und zynischen Haltung wenig später verfluchen wird. Mitleid erfährt er auch jetzt nicht, im Gegenteil. Sardonisches Gelächter erntet der Graf von Rigoletto, von den Hofschranzen und schließlich vom Herzog. Ein starker Anfang ist das, der in der Schlussszene seine dialektische Umkehrung erfahren wird. Nun ist Rigoletto der Leidende, der Bestrafte. Und wieder lachen alle.

Mit einer Ausnahme: Monterone und sein Kind stehen schweigend in der Menge.

Das ist der Rahmen, den Emily Hehl für ihre Auseinandersetzung mit Giuseppe Verdis Oper gesetzt hat: bitter, hämisch, aggressiv. Und zwar in einer offenen Szene auf der Drehbühne von Agata Skwarczynska, die dominiert wird vom Orchester, das dort in den ersten beiden Akten wie im Halbrund eines Amphitheaters nach oben gestaffelt sitzt. Eine Notwendigkeit dafür ist gleichwohl kaum erkennbar; es drängt sich die Assoziation Zirkus und Manege auf. Denn auch die Gesellschaft in ihren bunten, mit Elementen der Commedia dell'Arte spielenden ...

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Opernwelt März 2026
Rubrik: Panorama, Seite 53
von Alexander Dick

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