Illusionismus, nein danke

Hannover, Offenbach: Les Contes d’Hoffmann

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Dass das Liebesleben des nicht nur vor Liebe trunkenen Dichters Hoffmann viele Irrungen und Wirrungen kennt, das wissen wir aus Jacques Offenbachs Oper «Les Contes d’Hoffmann». Schließlich verguckt sich der Titelheld in eine aufziehbare Puppe, in eine (un)bezahlbare Kurtisane und in eine Sängerin, die sich nicht entscheiden kann zwischen ihrer Liebe zum Mann und der zur Musik. Aber in Hannover erfahren wir jetzt noch ein bisschen mehr. Dort ist die Liebe des Geigenbauers Cres­pel zu seiner kranken Tochter Antonia nicht nur von väterlicher Fürsorge bestimmt.

Regisseur Elmar Fulda weiß von Abhängigkeiten zu berichten, in denen Jungmädchenunterwäsche eine ungewöhnliche Rolle spielt: Im Namen der Hose?
Wenn der Vater seine Tochter von der Außenwelt abschirmen will, dann muss Klebeband die vielen Türen bändigen – und später auch als Knebel dienen. Antonia trägt nicht nur in puncto Dessous dasselbe knallige  Gelb (Kostümbildnerin Alexandra Pitz liebt signalhafte Farben) wie ihre Mutter. Auch die Puppe, die ihr Hoffmann schenkt, leuchtet Gelb…
Für den Antonia-Akt hat Fulda ein ebenso inzestuöses wie ingeniöses Konzept entwickelt, über das man rätseln kann, aber nicht muss, weil die ...

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Opernwelt Mai 2007
Rubrik: Panorama, Seite 53
von Rainer Wagner

Vergriffen
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