«Ich messe mich an mir selbst»
Frau Hannigan, wie ist das, wenn Komponisten zu einem sagen: «Ich habe diese Partie für dich geschrieben»?
Meistens heißt es eher: «Darf ich etwas für dich schreiben?» Oft frage ich auch selbst, oder Ideen entstehen im Gespräch. Ich bin sehr vorsichtig, was ich zusage und wann. Denn ich fühle mich verantwortlich, das Werk auch wirklich in die Welt zu bringen; es sollten keine Eintagsfliegen sein. Nehmen wir Hans Abrahamsens «Let Me Tell You»: Ich hatte sieben Orchester in die Spur gesetzt, ehe er auch nur eine Note geschrieben hatte.
Seitdem sind weitere aufgesprungen. Doch dafür muss ich mich mit einem Werk identifizieren können. George Benjamins «Written on Skin» zum Beispiel empfinde ich als echtes Geschenk, weil die Rolle der Agnès mit einer geradezu zärtlichen Aufmerksamkeit für meine Stimme komponiert ist. Das gilt auch für Abrahamsens Lieder-Zyklus. In beiden Partien verschmelzen in der Musik Stärke und Zerbrechlichkeit auf eine Weise, die mich sehr berührt.
Wie entwickelt sich diese zärtliche Aufmerksamkeit für die Stimme?
Das variiert von Fall zu Fall. Idealerweise stehe ich in ständigem Austausch mit dem Komponisten. Mit manchen gibt es anfangs viel ...
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Opernwelt Januar 2017
Rubrik: Interview, Seite 32
von Wiebke Roloff
Endlich hat sie es hinter sich. Endlich kann sie wieder jung sein, sich öffnen, fühlen, trauern, triumphieren, ihre Verletzlichkeit spüren. Emilia Makropulos erlebt die Minuten vor ihrem Tod als Befreiung. Mehr als 300 Jahre hat sie gelebt, fluchtartig Identitäten gewechselt, Wiedergänger ertragen, sich durch die Zeiten geschlagen. Nun ist die Zeit abgelaufen....
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
Tel. 0241/478 42 44+0180/500 34 64
Fax 0241/478 42 01
www.theateraachen.de
– Macbeth: 6.
– Anatevka: 7., 20., 31.
– Orphée et Eurydice: 8.
– Puccini, Il Trittico: 15....
Der Abend ist Legende: Sagenhafte 29 Jahre und 369-mal lief Walter Felsensteins Inszenierung des «Ritter Blaubart» an der Komischen Oper Berlin. Jetzt ist sie, knapp ein Vierteljahrhundert nach ihrer Absetzung, als Remake am Staatstheater Cottbus wieder aufgetaucht. Damit setzt sich das Haus an die Spitze eines Trends, dem 2017 auch die Salzburger Festspiele...
