Hoffen und Zagen
Während sich in den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres das ganze Ausmaß der globalen Finanzkrise immer klarer abzeichnete, feierte die Metropolitan Opera in New York gerade ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum – mit voller Kraft. Freilich dürfte es angesichts der düsteren wirtschaftlichen Realitäten schwierig werden, die hohen künstlerischen Standards zu halten. Glücklicherweise ist das Haus durch die von Met-Intendant Peter Gelb initiierten PR-Kampagnen wieder fest in der Medienöffentlichkeit verankert.
Der Eindruck, dass an der Met aufregende Dinge passieren, dass auch Glanz und Glamour nicht zu kurz kommen, ist allgegenwärtig.
Die auf Beverly Sills zurückgehende Idee, Peter Gelb als General Manager zu berufen, war brillant – nicht nur in Hinblick auf die New York Times. Sein Vater und seine Mutter hatten in führenden Positionen bei Amerikas wichtigster Tageszeitung gearbeitet. Bis heute ist das Blatt für die Meinungsbildung der meisten (noch nicht aufs Internet umgestiegenen) New Yorker Bildungsbürger die einzige Quelle. Und die NYT berichtete über die von Peter Gelb verantworteten Aktionen und Produktionen fast durchweg positiv – manchmal sogar in Form sprühender ...
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