Zur Liebe verdammt

Claus Guth und Christian Schmidt zeigen «Tristan und Isolde» an der Oper Zürich im Labyrinth Wesendonck

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Ein magischer Ort. Richard Wagner beschreibt ihn in seiner Autobiografie «Mein Leben» eher unverfänglich: «Wir waren uns jetzt durch die unmittelbare, eigentlich ländliche Nachbarschaft so nah gerückt, dass eine starke Vermehrung der Beziehungen bloß durch die einfache tägliche Berührung nicht ausbleiben konnte.

» Sic! Wer sich heute in Zürich auf die Suche nach jener berühmten Villa Wesendonck begibt, die Wagner eben nicht nur politisches Asyl, sondern vor allem Brutstätte einer großen Liebe und eines daraus resultierenden, noch bedeutenderen Kunstwerks war, braucht etwas detektivischen Spürsinn. Leichter zu finden ist sie unter dem Namen Museum Rietberg – dem «einzigen Museum für außereuropäische Kunst in der Schweiz» (Selbstdarstellung). Die 2007 durch einen transparenten, großzügigen Erweiterungsbau ergänzte Kopie der Villa Albani in Rom ist für Wagner-Freunde so etwas wie ein Katalysator. Um sie herum ranken sich Wagners leidenschaftliche Affäre mit der Bankiersgattin Mathilde Wesendonck und die Vertonung von fünf Gedichten aus deren Feder, die unter dem Titel «Wesendonck-Lieder» eine Schlüsselstelle in Wagners Schaffen einnehmen: Sind sie doch als musikalische Vorstudien zu ...

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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von Alexander Dick

Vergriffen
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