Zur Liebe verdammt

Claus Guth und Christian Schmidt zeigen «Tristan und Isolde» an der Oper Zürich im Labyrinth Wesendonck

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Ein magischer Ort. Richard Wagner beschreibt ihn in seiner Autobiografie «Mein Leben» eher unverfänglich: «Wir waren uns jetzt durch die unmittelbare, eigentlich ländliche Nachbarschaft so nah gerückt, dass eine starke Vermehrung der Beziehungen bloß durch die einfache tägliche Berührung nicht ausbleiben konnte.

» Sic! Wer sich heute in Zürich auf die Suche nach jener berühmten Villa Wesendonck begibt, die Wagner eben nicht nur politisches Asyl, sondern vor allem Brutstätte einer großen Liebe und eines daraus resultierenden, noch bedeutenderen Kunstwerks war, braucht etwas detektivischen Spürsinn. Leichter zu finden ist sie unter dem Namen Museum Rietberg – dem «einzigen Museum für außereuropäische Kunst in der Schweiz» (Selbstdarstellung). Die 2007 durch einen transparenten, großzügigen Erweiterungsbau ergänzte Kopie der Villa Albani in Rom ist für Wagner-Freunde so etwas wie ein Katalysator. Um sie herum ranken sich Wagners leidenschaftliche Affäre mit der Bankiersgattin Mathilde Wesendonck und die Vertonung von fünf Gedichten aus deren Feder, die unter dem Titel «Wesendonck-Lieder» eine Schlüsselstelle in Wagners Schaffen einnehmen: Sind sie doch als musikalische Vorstudien zu ...

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Opernwelt Februar 2009
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von Alexander Dick

Vergriffen
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Sven-David Sandström (Jahrgang 1942) gehört heute zu den produktivsten und am meisten aufgeführten Komponisten Schwedens. Ursprünglich als enfant terrible betrachtet (unter anderem hat er 1982 mit seinem Requiem eine für schwedische Verhältnisse ungewöhnlich vehemente Musikdebatte provoziert), festigte er seinen Ruhm schon früh mit Orchesterwerken. Bis heute hat er...

Apropos... Teufel

Herr Pape, Sie haben als Knabe im Dresdner Kreuzchor oft vom Teufel singen müssen. Haben Sie als Kind auch an den Teufel geglaubt?
Ach wo, ich habe an den Teufel genauso wenig geglaubt wie an Gott. Der Teufel ist erst in mein Leben getreten, als ich ihn auf der Bühne dargestellt habe. Außerdem bevorzuge ich die Bezeichnung Mephisto. Das klingt nicht so negativ.

Ist...

«Eigentlich bin ich schüchtern»

Frau Garanca, dürfen wir kurz aus einer Oper zitieren?
Ich bin gespannt. 

Also: «Stirb, Ungeheuer, durch unsere Macht!»

O Gott!

 

Denken Sie noch manchmal an jene fernen Zeiten, als Sie das gesungen haben? An das Südthüringische Theater zu Meiningen in der Saison 1999/2000?

Ja, schon. Und ich mache mir manchmal schon Gedanken, was gewesen wäre, hätte ich dieses...