Hören, horchen, helfen

Das Freiburger Institut für Musikermedizin feiert 20-jähriges Bestehen und erfreut sich wachsender Kundschaft

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Es ist gefühlt schon eine Ewigkeit her. Damals, im März 2020, als der erste Lockdown bundesweit nahezu einheitlich das gesamte Kulturleben lahmlegte, wurde plötzlich klar, wie vulnerabel ein Betrieb ist, der davon lebt, dass Menschen auf engem Raum miteinander und füreinander spielen. Und je höher die Infektionszahlen stiegen, desto größer wurde die Angst, dass über Jahrhunderte gewachsene Strukturen womöglich um ihr Überleben kämpfen mussten.

Theater, Opernhäuser, Konzertsäle standen mit einem Schlag leer; auch auf der Hauptbühne des Theaters Freiburg wirkte das Bühnenbild zur Neuinszenierung von Webers «Freischütz», die einen Tag nach dem Lockdown Premiere hätte feiern sollen, wie ein Geisterwald. Manche Zeitgenossen sprachen aufgrund der Sicherheitsempfehlungen von administrativer Seite mit bis zu acht (bei Bläsern 12) Metern Abstand auf den Bühnen, Podien und in den Orchestergräben sogar vom drohenden «Ende der großen Orchestermusik».

Dass es anders kam, ist in erster Linie ein Verdienst der Wissenschaft. In beispielhafter Geschwindigkeit untersuchten insbesondere Mediziner die Risiken und Gefahren beim Musizieren in der Gemeinschaft – ob auf professioneller Ebene oder beim ...

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Opernwelt August 2026
Rubrik: Magazin, Seite 92
von Alexander Dick

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