Händel, Telemann und der Maddin
Nichts gegen Kontinuität! Als Cathérine Miville vor 13 Jahren von dem nach Erfurt wechselnden Guy Montavon die Gießener Intendantenstaffel übernahm, wurde das kleine Haus in Mittelhessen kaum einmal überregional wahrgenommen. Das hat sich allmählich, aber auffällig und in der Summe heftig geändert. Nun gibt es, vor allem in der Oper, eine Fülle von Produktionen, die ein Publikum von weither anziehen, aber auch von den Bewohnern der Universitätsstadt geschätzt werden. Bei den Gießener Premieren herrscht knisternde Theaterluft.
Kenner wissen, dass Gießen ein geradezu dramatisches Theaterpflaster ist – Brutstätte einer Bühnenästhetik, die Verstand und Praxis Theaterschaffender radikal veränderte. Die «angewandte Theaterwissenschaft» des an der Gießener Uni lehrenden charismatischen Theoretikers Andrzej Wirth geriet zur einflussreichsten Theaterströmung der letzten Zeit; ihr vielleicht namhaftester aktueller Repräsentant ist Réne Pollesch, der keine «fertiggedruckten» Stücke mehr inszeniert, sondern mit den Schauspielern zusammen ein körperzentriertes «integrales» Spielen (unter Zuhilfenahme nichtnarrativer, teils quasi ad hoc generierter Texte) herstellt. Es scheint plausibel, dass ...
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Opernwelt Mai 2015
Rubrik: Magazin, Seite 84
von Hans-Klaus Jungheinrich
ARD-ALPHA
1.5. – 11.00 Uhr
Klassik am Odeonsplatz.
Open-Air-Konzert 2011. Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Daniel Harding. Sprecher: Udo Wachtveitl. Mendelssohn Bartholdy: Ein Sommernachtstraum.
14.5. – 11.00 Uhr
Die Bamberger Philharmoniker.
Konzert unter der musikalischen Leitung von Horst Stein.
16./23.5. – 22.00 Uhr
KlickKlack.
Musikmagazin.
25.5....
Van der Aa? Kennen wir nicht. Schreker? Nie gehört. Gluck? Mmm, da war doch was. Hat der nicht mal ein Stück für Paris geschrieben? Mit Unterwelt und so? Bis auf diese uralte Love Story gehört, was Serge Dorny zur elften Ausgabe des Frühlingsfestivals der Opéra de Lyon auftischt, wahrlich nicht zum kassensicheren Kernbestand des Repertoires. Schon gar nicht in der...
So schnell lässt sich ein Alphatier wie er nicht aus der Ruhe bringen. Und schon gar nicht aus dem Haus vertreiben, in dem er 1995 als Casting Director anfing und das er seit 2005 als Artistic Director leitet. Kritik an seinen (mitunter einsamen) Entscheidungen oder an seinem Führungsstil scheint John Berry eher zu beflügeln als zu hemmen. Als vor zwei Jahren –...
