Grundlagen der Darstellung
Rezensieren kann man dieses Buch eigentlich nicht. Es wird von seinem Autor als «Arbeitsbuch», an anderer Stelle als «subjektiv verfasstes Übungsbuch» bezeichnet. Beides trifft zu. Das heißt: Sängerinnen und Sänger sollten dieses Buch nehmen und die darin vorgeschlagenen Übungen ausprobieren – in der Gruppe oder im stillen Kämmerlein. Dann wird man den Wert der Vorschläge erfahren – und sicherlich einige wertvoller finden als andere. Das gehört zur Sache. Fakt und an dieser Stelle mitteilenswert ist daher nur Folgendes.
Gerd Heinz (Jahrgang 1940), der von 1997 bis 2008 als Professor an der Freiburger Musikhochschule lehrte, als Schauspieler anfing und später viel für das Sprech- und Musiktheater inszenierte, hat den von ihm entwickelten Kurs «Grundlagen der Darstellung» zu Papier gebracht. Entwickelt wurde dieser Kurs schon in den 1960er-Jahren, damals noch an der Hamburger Musikhochschule. Heinz hat ihn im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt und verfeinert. Er schildert die Übungen (und einige der damit gemachten Erfahrungen) in vier Kapiteln, die überschrieben sind: Raum, Körper, Bild, Sprache. Dabei geht es nicht um Darstellungstheorien, sondern um Handwerk. Gleichwohl ...
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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 35
von Stephan Mösch
«Robert le diable» ist die erste der vier grand opéras von Giacomo Meyerbeer. Wer von der Aufführung an der Londoner Covent Garden Opera den Durchbruch dieses bei seiner Pariser Uraufführung 1831 sensationell erfolgreichen Werks für das heutige Repertoire erhofft hatte, sieht sich bitter enttäuscht (siehe OW 2/2013). Zuvörderst, weil die Möglichkeiten, die die...
Eine Frau betrügt ihren Mann mit einem Jüngling. Ihr Mann gibt ihr das Herz des Jünglings zu essen, woraufhin sie sich umbringt. Eine klassische Dreieckskonstellation mit blutigem Ausgang. Eine Geschichte, die erzählt werden will. Und in George Benjamins «Written on Skin» (siehe OW 9-10/2012) wird sie erzählt – vordergründig linear. Doch Martin Crimp spielt in...
Frau Meyer, im Herbst 2015 wird das Haus am Offenbachplatz wiedereröffnet. Dann gibt es auch einen neuen Generalmusikdirektor – François-Xavier Roth, derzeit noch beim SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, wird Nachfolger von Markus Stenz. Oper war bisher nicht Roths Schwerpunkt. Was haben Sie miteinander vor?
Die Details kann ich natürlich noch nicht...
