Was kommt...

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Fortschreibung
Der 100. Geburtstag Benjamin Brittens wirkt nach: Ungewöhnlich viele Häuser nehmen Werke des zweiten Orpheus Britannicus neu in den Spielplan. Die Deutsche Oper am Rhein etwa schließt mit «Death in Venice» ihren Zyklus, Bielefeld zeigt «The Rape of Lucretia» (Foto), Oldenburg und Gelsenkirchen haben sich «Albert Herring» vorgenommen.

Festspielzeit
Erste Früchte der diesjährigen Sommersaison: Wir berichten u. a.

über das von Bernard Foccroulle (Foto) geleitete Festival in Aix-en-Provence sowie aus dem russischen Perm, aus englischen Gärten und deutschen Schlössern.

Wer bist du?
Peter Mattei ist ein Wolfram der Super­lative. Wie man es von Mozart zu Wagner schafft, warum er selten in Deutschland auftritt und ob man Don Giovanni wie Frank Sinatra singen kann, verrät der schwedische Bariton im Interview.

Lieben und Sterben am Toten Meer
Seit 2010 spielt die Israeli Opera jeden Sommer am Fuß des Masada-Felsens. In diesem Jahr steht Verdis «La traviata» auf dem Programm. Eine Reportage 

 

Opernwelt 8/2014 erscheint am 22.7.2014
 

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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Service, Seite 80
von

Weitere Beiträge
Andeuten, Ahnen, Verschweigen

Düsternis liegt auf der Bühne, graue Schlieren schwärzen sich nach und nach ein. Drei Podeste, nach hinten gestaffelt, heben und senken sich, ­gegeneinander versetzt. Auf dem mittleren steht Otello, das sturmgepeitsche Meer fest im Blick. Man meint die perlende Gischt auf der Haut zu spüren, während der Chor um die heile Rückkehr des Kommandanten und seiner...

Verbeugung vor der Tradition

Hübsch ist der Tod. Sexy, ob im Pailletten-Fummel oder im Weißkittel als Dottoressa Mirakel. Vor allem aber: Er ist die heiße Affäre jenes Mannes, der nun aus dem Schattenreich zurückkommt – und vielleicht, wenn die Liebe der im Diesseits verbliebenen Mutter oder seiner Gattin stark genug ist, wieder unter die Lebenden darf. Ein Mann, drei Frauen, man ahnt es...

Fragilität und Fülle

Bleich sieht er aus, wenn er so in die Leere starrt. Leise tönt seine Stimme. Mehr singt es aus ihm, als dass er die Initiative ergreifen würde. A-Dur ist plötzlich eine fahle, weiße Tonart und «Là ci darem la mano» alles andere als eine Verführungsnummer. Don Giovanni holt seine Gedanken aus weiter Ferne. Mit der kleinen, drallen Zerlina jedenfalls, deren Augen...