Großes Theater in «Big D»
Dallas wird in der Popkultur gern als Hauptstadt der Öl-Barone porträtiert. Ganz im Gegensatz zu diesem Klischee hat der vom Öl herrührende Reichtum aus Dallas während der letzten Jahre zunehmend eine Kulturstadt gemacht. Nicht erst mit dem Morton H. Meyerson Symphony Center, entworfen von dem berühmten Architekten I. M. Pei, mit dem Kimball Art Museum und unlängst einem neuen Kunstmuseum von Tadao Ando hat sich die Metropole Kulturbauten von Rang erkauft. Die Stärke im Bereich der Museen soll nun auf den Bereich des Musik- und Sprechtheaters ausgedehnt werden.
Dazu dienen vor allem zwei hochrangige Neubauten.
Das neue Wyly Theater ist ein schlanker, elfstöckiger Turm, den Rem Koolhaas als eine Art Totaltheater für experimentelle wie traditionelle Ansprüche konzipierte. Das kurz vor der Fertigstellung stehende, nach den privaten Mäzenen Margot und Bill Winspear benannte Opernhaus jedoch, entworfen von Norman Foster (London), ist ganz auf die Bedürfnisse von Oper, Musiktheater und Ballett zugeschnitten. Foster unternimmt eine Re-Interpretation des traditionellen Hufeisentheaters. Der große Saal bietet 2200 Plätze mit einklappbaren Screens an jedem Sitz, auf denen Untertitel ...
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