Gefesselte Fantasie

Wien, Janácek: Die Ausflüge des Herrn Broucek

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Dass Heinz Zednik, der Broucek der neuen Produktion von Janáceks Opernsatire an der Wiener Volksoper, als Kandidat im Nachfolgespiel um den vorzeitig aus dem Amte scheidenden Direktor Rudolf Berger kolportiert wurde (inzwischen hat er zu verstehen gegeben, dass er nicht mag), ist nicht ohne Pikanterie. Nicht Zedniks, sondern der von ihm verkörperten Figur wegen, des Prager Hausbesitzers und Spießbürgers, dem es vor allem um das Ausleben seiner kulinarischen Lebensphilosophie geht. Gerade Letztere, umgelegt auf das Profil eines Theaters, prägt derzeit die Diskussion um die Volksoper.


Denn die Zukunft des Hauses als reines Operetten­theater wird als Möglichkeit wieder einmal ventiliert. Dies eventuell als Ableger der Staatsoper, in der die Operette – mit Ausnahme der «Fledermaus» zu Silves­ter – ja keine Heimstatt hat. Mittlerweile lancierte die Belegschaft der Volksoper ein Komitee gegen eine eventuelle Vereinnahmung durch die Staatsoper und fand unter anderem mit Klaus Bachler, dem Burgtheaterdirektor und designierten Intendanten der Bayerischen Staatsoper, sowie dem Zürcher Opernchef Ale­xander Pereira auch bereits prominente Unterzeichner.
Den Broucek spielt Heinz Zednik ...

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Opernwelt April 2006
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Gerhard Persché

Vergriffen
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