Glück auf!

Das kleine Theater in Annaberg-Buchholz hat mal wieder tief gegraben: Carl Zellers «Obersteiger» als Heimatschwank

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Eine «bergmännische Operette» im sächsischen Annaberg, wo man einst nach Silber grub, Spitzen klöppelte und Borten wirkte? Ein Stück von «Vogelhändler»-Zeller, mit einem Kumpel, der lieber Kegel schiebt, als unter Tage nach dem Rechten zu sehen? Mit einer Comtesse, die inkognito dem vom Papa bestimmten Bräutigam entwischt, und einem als Lehrling auftretenden Fürsten, der heimlich testet, ob seine Stollen noch etwas abwerfen? Diese Kuriosität wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Im Januar 1894 hatte Ministerialrat Carl Johann Adam Zeller seinen «Obersteiger» am Theater an der Wien freigesetzt. Für einige Jahre machte der mit Couplets und schmissigen Ensembles gespickte Schwank ­famos Kasse, dann verschwand er in der Versenkung. Zwar hatte sich das an der Grenze zu Buchholz gelegene Theater – es fasst maximal 295 Besucher – schon mal 1960/61 für das Stück stark gemacht, und vor sieben Jahren versuchte Herbert Moog am Wiener Schlosstheater Schönbrunn eine (auf zwei cpo-CDs dokumentierte) konzertante Wiederbelebung. Doch das war’s dann auch.

Ingolf Huhn, der dem kleinen Haus in Annaberg nach Stationen in Meiningen, Freiberg und Zwickau seit 2010 als Geschäftsführender Intendant ...

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Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Magazin, Seite 82
von Albrecht Thiemann

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