Fuchs, du hast mein Herz gestohlen

Pierangelo Valtinonis Familienoper «Der kleine Prinz» eignet sich wunderbar, um ein junges Publikum fürs Musiktheater zu begeistern. Die deutsche Erstaufführung am Staatstheater Darmstadt zeigt dies beispielhaft

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Das Theater als Tollhaus? Bitte, hier haben wir es! 1500 Schulkinder veranstalten schon vor Beginn der «Familienoper zur Weihnachtszeit» eine Party, wie sie so nicht im Buche steht, jedenfalls nicht in dem jener Erzieherinnen, die sich nach Kräften mühen, die Begeisterung zu dämpfen, damit man die Musik aus dem Graben, wo Neil Valenta seines Amtes waltet, zumindest erahnen kann. Aber was soll man machen, wenn 3000 Augen gebannt auf die Bühne blicken und es hörbar kaum erwarten können, dass der kleine Prinz sie betritt und sie gemeinsam mit ihm eine Reise zur Erde unternehmen können.

Antoine de Saint-Exupérys Erzählung aus dem Jahr 1943 ist in ihrer ganzen Traurigkeit, aber auch in ihrem Phantasiereichtum so maßlos, dass man kaum nachvollziehen kann, warum es so lange dauerte, bis sich ein Komponist des Stoffes annahm. Pierangelo Valtinoni hat es schließlich gewagt und ein kleines Zauberstück daraus gemacht. 2022 wurde «Der kleine Prinz» uraufgeführt, nun erlebte das Opus am Staatstheater Darmstadt die deutsche Erstaufführung in der Originalfassung. Mit der Regie wurde Kai Anne Schuhmacher betraut, und das war eine kluge Entscheidung des Hauses. Schuhmachers Inszenierung in der ...

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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Jürgen Otten

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