For Now I Die
In Shakespeares Stücken steckt viel Musik, metaphorisch wie szenisch. Seine Sprache spielt oft auf Musik an. «Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, / spielt weiter! Gebt mir volles Maß! dass so / Die übersatte Lust erkrank und sterbe. – Die Weise noch einmal!», heißt es zu Beginn von «Was ihr wollt». Aber welche Weise da eigentlich von den Musikanten des Herzogs gespielt wurde, wissen wir nicht.
Die Bühnenanweisungen verlangen immer wieder «sennets and tuckets» (Sonaten und Toccaten) – Instrumentalmusik, die zu Beginn oder zwischen den Akten, als Fanfaren aus festlichem oder kriegerischem Anlass, zu Aufmärschen oder zum Tanz erklang. Und es wurden Lieder als Bestandteil der dramatischen Aussage gesungen, meist von Nebenfiguren wie Dienern oder Narren. Die Hauptfiguren singen nur, wenn sie verkleidet sind oder verwirrt wie Ophelia in «Hamlet» und Desdemona in «Othello». Was sie sangen, haben die Schauspieler wohl weitgehend selbst improvisiert oder aus dem Fundus all -gemein bekannter Melodien ausgewählt.
Licht in dieses Dunkel bringt ein neues Album des Hathor Consorts, das sich schon mehrfach für die Musik der Elisabethaner engagiert hat. Kernbestand des farbigen, ...
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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: CD, DVD, Buch, Seite 29
von Uwe Schweikert
Entsetzlich! Scheußlich! Fluchenswert!» Das geladene Publikum stiebt auseinander, der Eklat beim noblen Sängerkrieg ist perfekt. Elisabeth ist zudem ganz außer sich, ringt nach Contenance, will wie die anderen Damen nur noch weg von hier, ist persönlich tief verletzt durch Tannhäuser, den sie liebt. Der hat sich nach längerer Abwesenheit gleich beim erstbesten...
Ein Fall für die Philologie: Allein drei Titel hat die letzte Oper der polyglotten englischen Komponistin Ethel Smyth: «Les Naufrageurs», «Strandrecht» und «The Wreckers». Französisch, weil dies die bevorzugte Dichtersprache des franko-amerikanischen Librettisten Henry Brewster, genannt Harry, war und Smyth an eine Uraufführung in London dachte, wo André Messager...
JUBILARE
Beat Furrer wuchs in Schaffhausen auf und erlernte zunächst an der Musikschule Klavier. Im Jahr 1975 ging er mit Anfang 20 nach Wien, um dort Komposition bei Roman Haubenstock-Ramati und Dirigieren bei Otmar Suitner zu studieren. 1985 gründete er das Klangforum Wien, das er bis 1992 leitete und dem er seitdem als Dirigent verbunden ist. Im Auftrag der...
