Fest der Stimmen

Karslruhe, Wagner: Götterdämmerung

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Zugegeben, es sieht gut aus, was Ausstatter Denis Krief auf die Bühne des Staatstheaters Karlsruhe wuchtet. Zugegeben, die Personenführung in der «Götterdämmerung» hat der Regisseur gleichen Namens am sorgfältigsten ausgearbeitet. Trotzdem wird man mit diesem «Ring» szenisch nicht glücklich. Natürlich stellt Krief optische Bezüge zu den vorhergehenden Teilen der Tetralogie her: die Steinkreise aus «Rheingold», die für das Flussufer stehen, die tümelnden Kos­tüme der Walküren, die man vom zweiten Abend kennt. Mit diesen Ausstattungsreminiszenzen hat es sich dann aber auch.

In der «Götterdämmerung» packt er die Figuren in schäbige Holzkästen. Die Nornen gleich zu Beginn, beim Weltenbrand am Ende das gesamte «Ring»-Personal. Immer fröhlich im Kreis herum dreht sich das Kis­tenkarussell. Ein rotierender Setzkas­ten, in dem sich Götter, Helden und Alben abfackeln lassen. Leider funktioniert das nicht mal mit der Technik. Die Übergänge der Videoprojektionen klappen nicht, das Licht plumpst von einem Stimmungsloch ins nächste.
So weit, so schlecht. Was jedoch am schmerzlichsten fehlt, ist ein klarer interpretatorischer Zugriff auf das Mammutwerk. Irgendwie mythisch soll’s sein, ohne ...

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Opernwelt Februar 2007
Rubrik: Panorama, Seite 45
von Thomas Rothkegel

Vergriffen
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