«...fassen Sie sich kürzer...»
Beschaut man das (Kunst)Werk und weiß um die Umstände seiner Entstehung, fühlt man sich unweigerlich an jenen berühmten Satz von Albert Camus erinnert, der das Wesen des Existenzialismus in exemplarischer Form idiomatisierte: «Man muss sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen», so endet Camus’ maßstabsetzendes Buch «Der Mythos von Sisyphos». Im vorliegenden Fall allerdings ist das Glück der Anstrengung ein geteiltes.
Denn gleich drei Herausgeber – Juliane Brand, Christopher Hailey, Andreas Meyer – haben sich in jahrelanger mühevoller Forscherarbeit dem Ziel verschrieben, den Briefwechsel zwischen Arnold Schönberg und Alban Berg historisch-kritisch zu edieren.
Thomas Ertelt vom Musikwissenschaftlichen Institut in Berlin, der als Gesamtherausgeber der Briefwechsel der Wiener Schule figuriert (als Band eins erschienen die Briefwechsel Zemlinskys mit Schönberg, Webern, Berg und Schreker), geht denn auch nicht zu weit, wenn er im Vorwort die Ansicht vertritt, die Publikation dürfe «nicht nur von ihrem Umfang, sondern mehr noch von ihrer Bedeutung her den Anspruch einer Großtat geltend machen». Den selbst gestellten Anspruch erfüllt diese Edition schon aus einem Grund: ...
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Die Kür ist für sie nicht neu. Für keinen von beiden. Sowohl Hans Neuenfels als auch Christof Loy waren bereits «Regisseur des Jahres». Letztgenannter, ein im Vergleich zum ewigen Metaphernzauberer Neuenfels mehr als zwanzig Jahre jüngerer Asket reinsten Wassers, sogar schon zweimal. Auch in der vergangenen Spielzeit sorgten beide wieder mit extrem verschiedenen...
Ich hatte das Glück, als Schüler von Walter Braunfels und Freund seiner Familie von 1937 bis 1943 das Entstehen der Oper über die Heilige Johanna aus unmittelbarer Nähe zu erleben. Diese Erlebnisse haben mich als werdenden Musiker tief geprägt und sind mir bis heute stets lebendig gegenwärtig. Als Schüler des Gymnasiums der Schule Schloss Salem befreundete ich...
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin: So lautet nicht nur alljährlich der freudetrunkene FanGesang all jener Fußballanhänger, die dem Pokalendspiel entgegenfiebern. Auch als Kulturmetropole steht die bundesdeutsche Kapitale hoch im Kurs – und zwar weltweit. Davon profitieren nicht zuletzt die drei Berliner Opern. Dass der Bund den Großteil der Sanierungskosten...
