Fantastisch-komisch

Purcell/Britten/Casken: Sommernightdreamers
HEIDELBERG | THEATER

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Wer am 7. März die Wiederentdeckung von Hans Gáls Märchenoper «Die heilige Ente» im Marguerre-Saal des Theaters Heidelberg erlebt hatte und nach sieben quälenden Schließmonaten erstmals dort wieder den Vorhang hochgehen sah, vergaß alles, was in der Zwischenzeit passiert war.

Wieder war es ein fantastisch-komisches Spiel mit tragischen Untertönen – eine liebeskranke Königin und ein wahnverwirrter König verirren sich ins Feenreich –, das Regisseurin Andrea Schwalbach auf der Basis von Henry Purcells Semi-Opera «The Fairy Queen» und deren Vorlage, Shakespeares «Sommernachtstraum», in einem überzeugend auf 75 Minuten eingedampften, um Musik von Benjamin Britten und John Casken ergänzten Pasticcio, auf die Bühne zauberte.

Für die Augenweide sorgten Anne Neusers luftige Bühne und Alexandre Corazzolas magische Kostüme. Unten verschiebbare Räume, die unterschiedliche Einblicke freigeben: links, von lauter Hand- und Wandspiegeln umstellt, die verstört in einem Sessel kauernde Königin (Zlata Khershberg); rechts, halbnackt auf einem Fauteuil liegend, der heruntergekommene, zur Flasche greifende König (Pascal Zurek). Dazwischen Gott Hymen mit goldenen Bockshörnchen, Pluderhosen und ...

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Opernwelt November 2020
Rubrik: Panorama, Seite 40
von Uwe Schweikert

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