Ewiges Elend
Im vergangenen Jahr arbeitete die Nationaloper Lviv an der Grenze des menschlich Möglichen. Trotz zahlloser Unterbrechungen durch Sirenen und Stromausfälle brachte sie mehrere Neuproduktionen auf die Bühne des zum UNESCO-Welterbe zählenden Hauses. «Das ist unsere Frontlinie», sagen ukrainische Künstlerinnen und Künstler. Die letzte dieser Premieren mit dem Titel «Erkenne dich selbst» war dem ukrainischen Wanderphilosophen Hryhorij Skovoroda gewidmet. Das anlässlich seines 300.
Geburtstags aufgeführte Ballett mit der Musik des zeitgenössischen Komponisten Dmytro Danov basierte auf einer Idee des Intendanten und Initiatoren des Kunstprojekts «Ukrainischer Durchbruch», Vasyl Vovkun.
Zuvor gab es – auch dank tatkräftiger finanzieller Unterstützung durch das Goethe-Institut – die Neuinszenierung der Oper «Die schreckliche Rache» von Jewhen Stankowytsch. Das Bühnenwerk basiert auf einer Novelle von Mykola Gogol. In dieser Geschichte eines Brudermords stellt Gogol die Ukraine als gelobtes Land dar. Als Gottes Stellvertreter erzählt der Richter, wie der neidische Pjetro seinen Bruder Ivan und dessen Kind tötete. Beim jüngsten Gericht bittet Ivan nun zu Gott, er möge Pjetros Nachkommen ...
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Opernwelt April 2023
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Adelina Yefimenko
Alpha
09.04. – 21.45 Uhr Händel: Messiah
Der Chor des Bayerischen Rundfunks singt Georg Friedrich Händels Oratorium «Messiah» im englischen Original. Eine Aufnahme aus dem Jahr 2014 mit Dirigent Peter Dijkstra und dem belgischen Barockorchester B'Rock.
arte
02.04. Thementag Pablo Picasso
Zum 50. Todestag widmet Arte dem Künstler einen Thementag mit über 16 Stunden...
Es war ein politisches Großereignis, als Maria Theresia, Infantin von Spanien, Louis, den Dauphin von Frankreich, heiratete, Ende 1744 in Madrid wie Anfang 1745 in Versailles. Obwohl zum ersten Termin noch der Ehemann fehlte, weil Louis sich, was nicht unüblich war, bei seiner eigenen Hochzeit vertreten ließ: An der Repräsentation wurde nicht gespart, mithin auch...
Leise rieselt der Schnee. Unablässig, dichter und dichter werdend, eine Stunde lang. Die Figuren müssen sich in dieser Winterlandschaft vorkommen wie der brave Hans Castorp aus Thomas Manns «Zauberberg», der sich bei einem Ausflug ins Gebirg’ zusehends verirrt und von den Schneemassen fast zugeschüttet wird. Eine Grenzerfahrung birgt auch Romeo Castelluccis...
