Ergebnisse der Kritikerumfrage
Claus Ambrosius
Koblenz/Mainz
Rhein-Zeitung
1. Rihms «Dionysos» bei den Salzburger Festspielen – Welttheater auch für kleine Bühnen
2. Schostakowitschs «Die Nase» in Koblenz: ein lohnenswerter Kraftakt
3. Tschaikowskys «Eugen Onegin» in Amsterdam: womöglich nicht die zwingendste Arbeit Stefan Herheims, im Gesamtpaket Bühne/Kostüme/Dirigat/ Chor/Solisten ein Opernfest
4. Martin Kusejs Sicht auf Dvoráks «Rusalka» in München
5.
Alfons Flores für Szymanow-skis «König Roger» in Mainz: Ausrangierte Pappmaché-Götter aus ganz Theaterdeutschland, weiß angepinselt und geschickt gehängt, erzeugen eine Kirche der Angst in der Inszenierung von Joan Anton Rechi
6. Reinhard von der Thannen
für die Ratten in Wagners «Lohengrin» in Bayreuth
7. Mariss Jansons liefert im Amsterdamer «Eugen Onegin» den besten Beweis für seine Opernleidenschaft
8. Christian Gerhaher
als Eisenstein in Frankfurt; Johannes Martin Kränzle als Beckmesser in Glyndebourne und als N. im Salzburger «Dionysos»
9. Der Tenor Thorsten Büttner
als Idomeneo in Mainz
10. Die Oper Frankfurt für einen ambitionierten Spielplan, der vom Publikum angenommen wird, und gleichbleibend hohe Qualität
11. Das Frankfurter Opern- und ...
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Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: Bilanz, Seite 90
von
Als Albrecht Puhlmann im November 2003 zum Nachfolger von Klaus Zehelein als Intendant der Oper Stuttgart designiert wurde, war man allenthalben überzeugt, eine gute, ja ideale Wahl getroffen zu haben. Nach Jahren als erfolgreicher Operndirektor in Basel und wagemutiger Opernintendant in Hannover schien der versierte Dramaturg ein Garant für den intellektuellen...
Eine Ära war es nicht. Eher eine Lehrzeit. Albrecht Puhlmann würde sicher vieles anders machen, wenn er in Stuttgart noch mal als Intendant anfangen könnte. Nun ist aber nach fünf Jahren Schluss. Was niemand vermutet hätte, als der gelernte Dramaturg (und in Basel wie Hannover erfolgreiche Opernchef) sein Amt antrat. Der folgende Beitrag versucht, eine faire Bilanz...
Der junge Händel hat während seines Rom-Aufenthalts 1707/08 zwei Oratorien komponiert: «Il trionfo del tempo e del disinganno» («Der Triumph von Zeit und Enttäuschung») und «La resurrezione» («Die Auferstehung»). Bekanntlich waren im päpstlichen Rom zu dieser Zeit private wie öffentliche Theateraufführungen verboten. Also tarnte man die Opern als geistliche...
