Ensemblekultur

Sony/BMG legt Eurodisc-Opernquerschnitte aus den sechziger Jahren neu auf

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Opernquerschnitte in deutscher Sprache waren in den Jugendjahren der Langspielplatte Grundbausteine jeder Klassiksammlung. Gesamtaufnahmen konnten sich damals nur die Besserverdienenden leisten, und eine ganze Oper zu hören, ohne auch nur ein Wort zu verstehen, galt den meisten Musikfreunden als snobistisch. So erklärt sich die Fülle von Produktionen, die im Zuge der Internationalisierung des Musikbetriebs wieder vom Markt verschwanden und erst relativ spät auf CD neu aufgelegt wurden.


Bei der auf diesem Sektor tonangebenden EMI zeichnete lange der Berliner Produzent Fritz Ganss künstlerisch verantwortlich. Nach dem Mauerbau wollte ihn die Firmenleitung nach Köln abberufen, was ihm nicht gefiel. Das Angebot von Bertelsmann, das neue Label Eurodisc mit aufzubauen, kam ihm deshalb gerade recht. Der neue Job war eine Fortsetzung des alten, denn Ganss konnte sich auf einen großen Teil der EMI-Gesangsstars und auf die dort schon bewährten Kapellmeister Wilhelm Schüchter und Heinrich Hollreiser stützen. Zehn Querschnitte aus den frühen sechziger Jahren erleben jetzt bei Sony/BMG ihr CD-Revival, weitere Titel werden folgen.
Rudolf Schock, auf dessen Popularität Eurodisc große ...

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Opernwelt November 2008
Rubrik: Medien/CDs, Seite 31
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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